Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Das sind die "Outrageous Predictions" der Saxo Bank für 2020

"Schwachsinn! Das wird niemals passieren", meinen die einen. "Und falls doch?", fragen sich die anderen. Bei solch unterschiedlichen Reaktionen kann es sich eigentlich nur um eines handeln: Die alljährlichen "Outrageous Predictions" der Saxo Bank.

6.jpg
US-Präsident Trump kündigt "America First"-Steuer an
Eine Steuer auf alle im Ausland erzielten Einkünfte unterbricht Lieferketten und befeuert die Inflation. US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit und Inflationsschutz stoßen angesichts steigender Verbraucherpreisindizes auf starkes Anlegerinteresse und bringen 2020 eine Rendite von sechs Prozent.

Das Jahr 2020 beginnt in der Handelspolitik einigermaßen stabil, nachdem die Trump-Regierung und China eine vorübergehende Entspannung bei Zöllen, Währungspolitik und den Käufen von Agrarprodukten erzielt haben. Anfang 2020 aber ringt die US-Wirtschaft um Luft: Das US-Handelsdefizit mit China verbessert sich nicht wirklich, während die chinesischen Käufe von Agrarprodukten eigentlich nicht weiter steigen können.

Angesichts von Umfragen, die eine krachende Niederlage bei den US-Präsidentschaftswahlen 2020 vorhersagen, wird Donald Trump nervös: Seine Regierung startet einen letzten Versuch, das protektionistische Narrativ noch einmal zum Laufen zu bekommen: die "America First"-Steuer.

Mit dieser Steuer wird das US-amerikanische System der Körperschaftsteuer vollständig umstrukturiert, um im angeblichen Sinne "fairen und freien Handels" die Produktion in den USA zu fördern. Alle bisherigen Zölle entfallen – stattdessen wird eine pauschale Mehrwertsteuer von 25 Prozent auf alle Bruttoeinnahmen auf dem US-Markt erhoben, die aus ausländischer Produktion stammen. Dies bringt wütende Proteste der Handelspartner mit sich. Für sie sind diese Zölle lediglich alter Wein in neuen Schläuchen. Die US-Regierung hingegen argumentiert, ausländische Unternehmen dürften gerne ihre Produktion in die USA verlagern, um die Steuer zu vermeiden.
© Al Drago / Bloomberg

Seit mittlerweile mehr als einem Jahrzehnt veröffentlicht die dänische Saxo Bank ihre "Outrageous Predictions". Auch die diesjährige Liste ist mal wieder schaurig-schön. Sie soll einmal mehr alle Investoren ermutigen, über den Tellerrand hinauszuschauen.

"In diesem Jahr beschäftigen sich die 'Outrageous Predictions' alle mit dem Thema Disruption, da unser aktuelles Paradigma schlicht und ergreifend sein Ende erreicht hat", sagt Steen Jakobsen, Chefvolkswirt der Saxo Bank. "2020 könnte das Pendel in politischen ebenso wie in geld-, fiskal- und umweltpolitischen Fragen massiv in die Gegenrichtung ausschlagen. In der Politik bedeutete eine solche Entwicklung ein abruptes Ende des Populismus, an dessen Stelle Bemühungen träten, die Gesellschaft nicht weiter zu spalten, sondern zu heilen. In der Geldpolitik könnten die Notenbanken sich ein wenig aus dem Spiel nehmen und sogar die Zinsen leicht normalisieren, während die Regierungen mit Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz in die Bresche springen."

Natürlich dürfen die "Outrageous Predictions" nicht als offizieller Marktausblick verstanden werden. Sie sollen den Blick dafür weiten, was zwar nicht gerade wahrscheinlich, aber eben doch möglich ist. Logischerweise laufen die disruptivsten (und somit ungeheuerlichsten) Ergebnisse den Konsenserwartungen diametral entgegen.

Das Schweizer Wirtschafts- und Lifestyle-Portal "Moneycab" liefert auf seiner Website eine Zusammenfassung der Vorhersagen in deutscher Sprache, die wir Ihnen keinesfalls  vorenthalten möchten – klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke oben. (mb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren