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Das sind die Highlights des „In Gold we Trust Reports 2019“

Incrementum stellte in Wien eine der weltweit meistgelesenen Goldstudien vor. Das gelbe Edelmetall stehe im Zeitalter der Vertrauenserosion und spätestens bei Eintritt der USA in eine Rezession eine glänzende Zukunft bevor. Investoren sollten sich daher rechtzeitig auf der Long-Seite positionieren.

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Gefahr / Risiko einer US-Rezession - Wahrscheinlichkeit
Rezessionsgefahren steigen
Jüngste Daten der Fed New York zeigen, dass die Risiken einer bevorstehenden US-Rezession zunehmen. Der Fed-Rezessionsindikator signalisiert aktuell eine Rezessions-Wahrscheinlichkeit von 27,5 Prozent für April 2020 an. Zum Vergleich: Wenn der Wert so hoch steigt, ist in der Vergangenheit immer eine Rezession eingetreten.

Zur Vergrößerung der Grafik bitte rechts oben auf das Lupen-Icon klicken.

 
© Incrementum

„Institutionelle Investoren werden das Zünglein an der Waage sein“, erklärte Incrementum-Partner Ronald-Peter Stöferle anlässlich des Präsentation des „In Gold we Trust Reports 2019“ in Wien, vor dem Hintergrund, dass selbst kleine Portfolioumschichtungen großer Kapitalsammelstellen in Richtung Gold dessen Preis stark steigen lassen würden. „Die Markttechnik sieht überwiegend positiv aus. Entscheidend wird sein, ob Gold die Widerstandszone bei 1.360-1.380 US-Dollar, den charttechnischen Rubikon der Gegenwart, wird durchbrechen können.“ (siehe den Chart in der Bildergalerie HIER).

Für diese Entwicklung sprechen laut Incrementum viele Faktoren, die der aktuellen Studie zu entnehmen sind. Ein Studium des Werks könnte sich aus gutem Grund lohnen:

Holistische Einschätzung zu Gold
Fondsmanager Stöferle hat gemeinsam mit Incrementum-Fondsmanager Mark Valek und rund einem Dutzend weiterer Autoren die mittlerweile mehr als 300 Seiten starke Studie verfasst. „Der mehr als 300 Seiten starke In Gold we Trust-Report ist weltweit renommiert und wurde vom Wall Street Journal zum „Goldstandard aller Goldstudien“ geadelt“, erklärte Stöferle. Zur Orientierung: Die letztjährige Ausgabe wurde insgesamt mehr als 1,8 Millionen Mal heruntergeladen. Damit zählt der in diesem Jahr zum 13. Mal erscheinende In Gold we Trust-Report zu den international meistgelesenen Goldstudien. Bald werden es noch mehr Leser sein: Denn am 15. Juni 2019 wird zum ersten Mal eine chinesische Version des Reports veröffentlicht.

Diese umfasst, wie auch die englische und deutsche Version, auszugsweise folgende Themen:

- Rückblick auf die wichtigsten Ereignisse am Goldmarkt in den vergangenen zwölf Monaten

- Ist Gold der letzte monetäre Vertrauensanker in einer Welt des Vertrauensverlusts?

- „Der monetäre U-Turn“: Das Ende der monetären Straffung und die Auswirkungen auf den Goldpreis

- Die zunehmende Bedeutung des Goldes in Zeiten der De-Dollarization

- Gold und Kryptowährungen – eine sich verfestigende Freundschaft

- Goldminenaktien: Gründe für unsere Zuversicht (ESG, Technologie, Bewertung)

- Ausblick auf die Goldpreisentwicklung

Vertrauen erodiert
Stöferle wies am Anfang seiner Präsentation darauf hin, dass immer mehr Bürger ihr komplettes Weltbild in Frage stellen würden. „Das Vertrauen in die bestehenden Strukturen bröckelt“. Das umfasst die demokratische Gesellschaftsordnung, aber auch und insbesondere das Vertrauen in die Wertbeständigkeit des Papiergeldes, in Währungen und auch in die Zentralbanken. So hätten laut Stöferle die Generation der „Millenials“ das geringste Vertrauen in die Demokratie seit jener jungen Generation, die vor und 45 Jahren ins Berufsleben eintrat.

Aber nicht nur Menschen, sondern auch renommierte Institutionen verlieren offenbar das Vertrauen. Das zeigt sich an der „De-Dollarization“. Darunter verstehen die Studienautoren die Abkehr vom US-Dollar wie auch die wieder zunehmenden Goldkäufe der Zentralbanken. „Seit Jahren thematisieren wir den schleichenden Prozess der Entfremdung vom US-Dollar als globale Leit- und Reservewährung.

Ein Ausdruck dieser Vertrauenserosion in die politische und wirtschaftliche Potenz der USA ist die Fortsetzung der signifikanten Goldankäufe von Notenbanken“, betonte Stöferle und verwies auf folgende, durchaus beachtenswerte Zahlen: „2018 haben die Zentralbanken mit 657 Tonnen die größten Zukäufe seit dem Ende von Bretton Woods 1971 getätigt.“ Wie sich diese Goldzukäufe auf die einzelnen Zentralbanken verteilen, können Sie der Grafik oben in der Bildergalerie entnehmen oder über diesen Direktlink.

Gold fungiert oftmals als sicherer Hafen
Diese Käufe sind auch einer jener Gründe, warum sich der Goldpreis in den meisten Nicht-US-Dollar-Währungen gerechnet, letztes Jahr unbemerkt von den meisten Marktbeobachtern – vor allem im Vergleich zu den 2018 schwachen Aktienmärkten - relativ gut entwickelte. „Relative Stärke“ zeigte der Goldpreis auch in den USA und Japan, selbst wenn der Goldpreis in US-Dollar und Yen leicht nachgab. Doch Aktienbesitzer verzeichneten um sieben bzw. 13 Prozent höhere Verluste. In Deutschland erzielten Goldanleger eine Rendite von plus drei Prozent, während der DAX ein Minus von rund 20 Prozent erlitt. Für Österreich sind die entsprechenden Zahlen: Gold plus drei Prozent, ATX -21 Prozent. „Gold macht in jedem Portfolio Sinn, weil es für mehr Stabilität sorgt“, betonte Stöferle.

Rezession wäre gut für Gold
Laut Co-Autor Valek, wie Stöferle Fondsmanager bei Incrementum, spricht die makroökonomische Großwetterlage für das gelbe Edelmetall. Denn die globale und insbesondere in den USA weiterhin stark zunehmende Verschuldung führt dazu, dass weitere Zinserhöhungen (USA) bzw. der Einstieg in den Zinserhöhungszyklus (Euroraum) höchst unwahrscheinlich sind. „Im Gegenteil, angesichts der sich eintrübenden Konjunkturdaten ist mit Zinssenkungen, wo möglich, und weiteren Runden an Quantitative Easing zu rechnen.“

Die steigendende Popularität der „Modern Monetary Theory“ (MMT) werde Valek zufolge die ohnehin überschaubare Budgetdisziplin aufweichen. Die längerfristigen makroökonomischen Faktoren, der steigende politische Druck auf die Zentralbanken sowie die Zunahme der geopolitischen Faktoren sollten eine positive „Grundschwingung“ für den Goldpreis bedeuten.

Zunehmende Wahrscheinlichkeit
„Mittlerweile scheinen sich auch die Signale einer aufziehenden US-Rezession langsam zu mehren. So zeigt der Rezessionsindikator der Federal Reserve aktuell eine Rezessions-Wahrscheinlichkeit von 27,5 Prozent für April 2020 an. In den vergangenen 30 Jahren war dieser Wert niemals so hoch, wenn in den darauffolgenden zwei Monaten keine Rezession eingetreten ist“, warnte Valek mit Verweis auf eine Grafik, die sie in der Bildergalerie oben finden.

„Die vergangenen zwölf Monate haben gezeigt, dass der unverwundbar scheinende US-Aufschwung erste tiefe Risse erhalten hat“, ergänzte Stöferle. „Der von der USA angeführte Boom, angetrieben durch niedrige Zinsen und ein unaufhörliches Ausweiten der Schuldenmengen, steht auf tönernen Füßen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Boom zum Bust wird, ist hoch, zumindest deutlich höher als vom Mainstream vermutet.“

Welchen Goldpreis Investoren bei den vier relevantesten Konjunktur-Szenarien erwarten dürfen, aber auch noch weitere interessante Charts der Gold-Studie, können Sie der Bildergalerie oben entnehmen. (aa)

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