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Das sagen neun Top-Experten zur jüngsten Fed-Sitzung

Die US-Notenbank hat die Leitzinsen nicht gesenkt – ungeachtet des Drucks aus dem Weißen Haus. Bei der Abstimmung gab es jedoch so viele Abweichler wie zuletzt vor mehr als 30 Jahren. Wie ordnen Experten die Fed-Sitzung ein? Unsere Redaktion hat ausgewählte Kommentare zusammengestellt.

Die US-Notenbank hat den Leitzins am Mittwoch (30.7.) wie von Ökonomen erwartet auch bei der fünften Sitzung in Folge unverändert gelassen. Die Zinsspanne beträgt damit – wie schon seit Dezember 2024 – weiterhin 4,25 bis 4,50 Prozent. Zum Missfallen von US-Präsident Donald Trump, der auch im Vorfeld dieser Sitzung wieder niedrigere Leitzinsen von der Fed und ihrem Chef Jerome Powell gefordert hatte.

Erstmals seit 1993 zwei Gegenstimmen
Einstimmig fiel die Entscheidung, die Zinspause zu verlängern, im Offenmarktausschuss (FOMC) allerdings nicht: Die beiden Gouverneure Christopher Waller und Michelle Bowman stimmten dagegen. Dies ist äußerst ungewöhnlich: Dass es mehr als eine Gegenstimme bei einem Zinsentscheid gab, kam zuletzt Ende 1993 vor. Waller gilt als möglicher Nachfolger Powells, dessen Amtszeit im Mai 2026 endet.

Powell betonte bei der Pressekonferenz nach der Sitzung, das aktuelle Zinsniveau sei angesichts der Unsicherheiten rund um Inflation und Zölle angemessen. "Es gibt noch viele, viele Unsicherheiten, die es zu klären gilt", sagte er. "Es fühlt sich nicht so an, als wären wir schon sehr nah am Ende dieses Prozesses."

Ausgewählte Kommentare
Wie bewerten Ökonomen, Anlagestrategen und Portfoliomanager die Ergebnisse der Fed-Sitzung? Wir haben die wichtigsten Aussagen aus ausgewählten Kommentaren in der Bilderstrecke oben für Sie zusammengetragen. Einfach durchklicken! (ohm/Bloomberg)

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