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Das erwartet State Street IM von der nächsten EZB-Sitzung

Konrad Kleinfeld, Leiter Fixed Income Distribution EMEA für SPDR ETFs bei dem Vermögensverwalter State Street Investment Management, gibt einen Ausblick auf die bevorstehende EZB-Sitzung am Donnerstag.

Konrad Kleinfeld, State Street Investment Management: "Für die Sitzung am kommenden Donnerstag halten wir eine Anhebung des Einlagensatzes um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent für das wahrscheinlichste Szenario."
Konrad Kleinfeld, State Street Investment Management: "Für die Sitzung am kommenden Donnerstag halten wir eine Anhebung des Einlagensatzes um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent für das wahrscheinlichste Szenario."© SSGA

Eckpunkte:

  • Zinsschritt um 25 Basispunkte nach oben erwartet
  • Entscheidend wird nun, ob Zweitrundeneffekte die Inflation weiter antreiben
  • Wichtig werden mögliche Hinweise der EZB auf die zukünftige Zinspolitik

Kleiner Zinsschritt nach oben
"Für die Sitzung am kommenden Donnerstag halten wir eine Anhebung des Einlagensatzes um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent für das wahrscheinlichste Szenario. Dieser Schritt wird von den Märkten inzwischen weitgehend erwartet", schreibt Konrad Kleinfeld, Leiter Fixed Income Distribution EMEA für SPDR ETFs bei dem Vermögensverwalter State Street Investment Management, in einer aktuellen Kurzanalyse. Die eigentliche Bedeutung der Sitzung dürfte daher weniger in der Zinsentscheidung selbst liegen als in den Hinweisen auf den weiteren geldpolitischen Kurs.

Stochern im Preisnebel
Die jüngsten Inflationsdaten liefern dabei laut Kleinfeld kein eindeutiges Signal. Zwar ist die Eurozonen-Inflation zuletzt auf 3,3 Prozent gestiegen, getrieben vor allem durch höhere Energiepreise. Gleichzeitig entwickeln sich Kerninflation und Dienstleistungsinflation bislang vergleichsweise moderat. Breiter angelegte Zweitrundeneffekte sind dabei bislang nur begrenzt erkennbar.

Entscheidender Faktor: Ob Zweitrundeneffekte drohen
Aus Sicht der EZB erhöht das den möglichen Kommunikationsbedarf. Die Notenbank kann den jüngsten Inflationsanstieg nicht ignorieren, dürfte aber zugleich betonen, dass ein energiegetriebener Preisschub nicht automatisch einen dauerhaft höheren Inflationspfad bedeutet. Entscheidend wird daher Kleinfeld zufolge sein, ob sich der aktuelle Anstieg auf Energie beschränkt oder zunehmend über Zweitrundeneffekte in Löhne und Inflationserwartungen hineinwirkt.

Wording mit Spannung erwartet
"In unseren Augen spricht daher vieles dafür, dass die EZB den Zinsschritt mit einer bewusst offenen Botschaft verbindet. Für die Märkte steht damit weniger die September-Entscheidung im Mittelpunkt als die Frage, ob ein Einlagenzins von 2,50 Prozent bereits als ausreichend restriktiv angesehen wird oder ob die Notenbank die Tür für Dezember offen hält", erklärt Kleinfeld abschließend. (aa)

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