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Das erwartet BNP Paribas Asset Management vom kommenden Jahr

In ihrem Marktausblick versucht BNP Paribas AM institutionellen Investoren dabei zu helfen, die nächsten Phasen der Pandemie, das Vermächtnis der Lockdowns und die bevorstehende wirtschaftliche Erholung einzuordnen. Leider könnte aus Anlegersicht das Goldlöckchenszenario sein Ende finden.

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© rudall30

Die Weltwirtschaft befand sich nach den Coronavirus-Pandemie-Lockdowns in einer Krise von bisher ungekanntem Ausmaß. Auf den steilen weltweiten Wirtschaftsabschwung Anfang 2020 und einem möglichen erneuten Einbruch in Europa im vierten Quartal dürfte 2021 dennoch eine Erholung des Wachstums folgen, meinen die Marktstrategen von BNP Paribas Asset Management.

Mehrere Impfstoffe gegen COVID-19 sollten 2021 allgemein verfügbar sein, aber bis dahin werden die Länder zunehmend mit dem Virus "leben" müssen, da sich wiederholende Lockdowns keine nachhaltige Bewältigungsstrategie darstellen werden.

Im Jahr 2020 wurden die geld-und fiskalpolitischen Zügel in den Industrieländern auf spektakuläre Art und Weise gelockert. Die Verschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) schnellte empor und stieg in vielen Ländern höher als in den Jahren nach der globalen Finanzkrise. Die großen Zentralbanken haben den Anstieg der Haushaltsdefizite weitgehend finanziert, indem sie eine wachsende Staatsverschuldung monetarisierten, ähnlich wie es Japan getan hat

Schuldentragfähigkeit ist die entscheidende Frage
Die entsprechende historische Parallele sei laut BNP Paribas AM die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Zentralbanken die Anleiherenditen auf ein Niveau begrenzten, das weit unter der Trendwachstumsrate des BIP lag, um die Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP schrittweise zu reduzieren. Die Renditen von Staatsanleihen werden laut den Franzosen langfristig niedrig bleiben, was im Falle eines deutlichen Zinsanstiegs eine Kaufgelegenheit biete.

Goldlöckchenszenario am Ende?
Das globale Wachstum könnte nach dem Ende der Pandemie möglicherweise geringer ausfallen. Unzureichende fiskalische Anreize könnten marginale Teile der Wirtschaft anfällig für einen Zusammenbruch machen. Ein solches Ergebnis würde das Goldlöckchenszenario aus bescheidenem Wachstum, niedriger Inflation und unterstützenden Zentralbanken, das die Vermögenspreise seit der globalen Finanzkrise 2008 gestützt hat, auf die Probe stellen.

Drei Krisen gleichzeitig
Laut den Franzosen stehen wir zurzeit drei miteinander verbundenen Krisen gegenüber: jener der Gesundheit, jener der Wirtschaft und jener des Klimas. Die durch die Pandemie hervorgerufene Instabilität bietet einen günstigen Moment, um eine neue Richtung einzuschlagen. Langfristige Wirtschaftlichkeit, Gleichheit und integratives Wachstum sind wesentliche Voraussetzungen für eine nachhaltige Wirtschaft. "Indem wir eine ganzheitliche, systemische, langfristige Sichtweise einnehmen, laufen wir weniger Gefahr von Krisen überrascht zu werden und sind wir besser in der Lage, diese zu bewältigen", betont der Asset Manager abschließend. (aa)

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