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Danske Invest setzt bei europäischen Aktien auf "Ketchup-Effekt"

Lars Skovgaard Andersen von Danske Invest empfiehlt Investoren, an ein altes Sprichwort zu denken und im Anschluss ein Engagement in europäischen Aktien anzudenken. Für diese Empfehlung nennt er einige gute Gründe. Denn sobald die Rally startet, könnte es rasch nach oben gehen.

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© TrudiDesign / stock.adobe.com

"Kurz vor der Morgendämmerung ist es am dunkelsten." So lautet ein klassisches Sprichwort, das Anleger laut dem Investmentstrategen der Danske Invest, Lars Skovgaard Andersen (Bild links), zufolge im Kopf haben sollten, wenn es um europäische Aktien geht. Aber auch ein "Ketchup"-Effekt könnte für Dividendenwerte aus Europa sprechen.

"Alter Kontinent" leidet an strukturellen Schwächen
Europäische Aktien haben bei vielen Anlegern über längere Zeit keine Beachtung gefunden. Zum einen sind sie im Verhältnis zu globalen Aktien günstig bewertet, zum anderen bereitet die konjunkturelle Entwicklung in Europa derzeit keine allzu große Freude.

Dennoch gibt es laut Skovgaard Andersen es Gründe, weshalb sich der Blick auf europäische Aktien lohnt. Denn in den Aktienkursen sei bereits sehr viel Negatives eingepreist. Damit besteht eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, dass sich die Situation von hier aus eher verbessert als verschlechtert.

Günstige Aktienbewertungen sind aber noch kein Kaufargument. Aktien können lange Zeit billig sein – nicht zuletzt, wenn es wie jetzt gute Gründe für die niedrigen Bewertungen gibt. Das Entscheidende ist, wann andere Anleger ebenfalls zu dem Schluss kommen, dass europäische Aktien zu billig sind und zu kaufen beginnen.

"Wir gehen davon aus, dass wir uns diesem Zeitpunkt nähern, sodass die Bewertungen allmählich steigen werden", prognostiziert Skovgaard Andersen.

Erholung kann Ketchup-Effekt auslösen
Es spricht laut Skovgaard Andersen vieles dafür, dass sich europäische Wirtschaftsdaten in den kommenden Monaten verbessern und ihren Tiefpunkt überwinden. Dazu zählen die lockere Geldpolitik, aber auch eine niedrige Arbeitslosigkeit und steigende Löhne, die den Privatkonsum stützen. Darüber hinaus ist bei europäischen Unternehmen das erwartete Gewinnwachstum für 2019 höher als bei US-Unternehmen.

Weitere Impulse dürften aus China folgen. Viele Exportunternehmen aus Europa litten zuletzt durch den Wachstumsrückgang in China. Die chinesische Regierung hat jedoch eine Reihe von Initiativen ergriffen, um das Wachstum anzukurbeln. Das sollte auch einen positiven Effekt auf Europa haben. Sollten außerdem die USA und China im Laufe der kommenden Quartale ein Handelsabkommen treffen, würde dies ebenfalls sowohl die Wirtschaft in China als auch europäische Märkte weiter vorantreiben.

"Sobald sich allerdings die allgemeine Auffassung verbreitet, dass die Zukunft für Europa vielleicht doch nicht so düster ist, kann es möglicherweise zu einem sogenannten Ketchup-Effekt für europäische Aktien kommen. Dann gibt es plötzlich viele Anleger mit einer Untergewichtung, die ihre Portfolios anpassen wollen", erklärt Skovgaard Andersen.

Hohe Dividendenrenditen locken
Darüber hinaus haben die niedrigen Bewertungen von europäischen Aktien einen interessanten Nebeneffekt, nämlich eine höhere Dividendenrendite, weil man als Anleger weniger für den Zugang zu den laufenden Dividendenausschüttungen der europäischen Unternehmen bezahlt. "Der Unterschied zwischen der Dividendenrendite von europäischen Aktien und der Anleihenrendite in Europa ist aktuell etwa so groß wie seit 100 Jahren nicht mehr", betont Skovgaard Andersen abschließend. (aa)

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