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Danske Bank: Jetzt sind die Börsenkurse interessant

Die Coronavirus-Krise spitzt sich zu – und die Aktienmärkte sind massiv eingebrochen. Henrik Drusebjerg, Chefstratege der Danske Bank, erläutert, wohin die Reise gehen kann und wie sich Investoren jetzt verhalten sollten.

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Henrik Drusebjerg, Chefstratege der Danske Bank
© Danske Bank

Das Coronavirus breitet sich global aus. Die weltweiten Aktienmärkte sind um mehr als 20 Prozent eingebrochen, weil sich die Investoren vor den negativen Auswirkungen des Virus auf das Wirtschaftswachstum und die Unternehmensgewinne fürchten. Gleichzeitig hat der starke Rückgang der Ölpreise infolge des Preiskrieges zwischen Russland und Saudi-Arabien die Nervosität an den Finanzmärkten zusätzlich erhöht.

Die Weltwirtschaft wird sich noch in diesem Jahr erholen
Generell ist es nicht das Coronavirus, das für die Weltwirtschaft problematisch ist, sondern die umfassenden Maßnahmen zur Eindämmung seiner Verbreitung. Diese wurden in den vergangenen Tagen global deutlich verschärft. "Beispielsweise dürfen Flugzeuge aus Europa nicht mehr in den USA landen. Zugleich erwarten wir, dass in nächster Zeit immer mehr Länder zusätzliche Maßnahmen ergreifen werden – und dies kann stark negative Auswirkungen auf die weltweite Konjunktur haben", sagt Henrik Drusebjerg. "Wir gehen allerdings davon aus, dass die Konjunktur nur vorübergehend einbrechen wird und sich die Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 wieder erholt. Denn global leiten Regierungen und Zentralbanken derzeit umfassende Maßnahmen ein, um die Wirtschaft und betroffene Unternehmen zu unterstützen."

Die Aktienmärkte können schnell zurück nach oben drehen
Es lässt sich nie vorhersagen, wann die Aktienmärkte ihren Tiefpunkt erreichen. Auf kurze Sicht erwarten die Experten der Dansk Bank weiterhin große Schwankungen im Takt mit dem anhaltenden Nachrichtenstrom über die weitere Ausbreitung des Coronavirus. Wenn Anleger jetzt ihre Aktien verkaufen, könnten sie das Glück haben, sie in einer Woche oder in einem Monat zu einem günstigeren Kurs zurückkaufen zu können. Auf der anderen Seite riskieren sie aber, Kursanstiege zu verpassen. Drusebjerg: "Insgesamt denken wir, dass die Aktienkurse nach den jüngsten massiven Einbrüchen viel Negatives einpreisen. Der starke Rückgang spiegelt unserer Ansicht nach wider, dass die Anleger eine erhebliche Gefahr für eine länger andauernde Rezession sehen. Das erwarten wir bei Danske Bank jedoch nicht. Im Gegenteil: Die Börsenbewertungen sehen jetzt relativ interessant aus."

Die Aktienmärkte sind der Wirtschaft in der Regel einige Zeit voraus
Obwohl Dankse erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer Konjunkturerholung rechnet, bedeutet das nicht, dass es an den Börsen erst dann wieder bergauf geht. Hier kann der Wendepunkt deutlich früher eintreten – nämlich genau dann, wenn die Investoren erste Anzeichen für eine Besserung sehen.

Jetzt ist Durchhaltevermögen gefragt
"Wir empfehlen Anlegern derzeit, ihre Investments zu halten, wenn sie zu ihrem Anlageprofil passen. Dazu zählen die individuelle Risikobereitschaft und der Anlagehorizont. Denn wir sind überzeugt: Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus werden nur vorübergehender Natur sein", ist Drusebjerg überzeugt. 

In der Vergangenheit haben Aktien langfristig die höchsten Renditen erzielt
Und das erwarten Drusebjerg und seine Kollegen bei der Danks Bank wir auch künftig: "Aber wir werden zwischendurch immer Phasen mit deutlichen Kursrückgängen durchlaufen. Das liegt in der Natur der Aktienmärkte, und das haben wir in der Vergangenheit mehrfach erlebt". (kb)

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