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Credit Suisse könnte Fonds-Kunden Greensill-Verluste aufbürden

Die CS tendiert dazu, Investoren die Verluste ihrer Greensill-Fonds aufzuerlegen. Die Bank ist deshalb dieser Ansicht, da die Risiken in Verbindung mit Greensill Capital bekannt waren und die betroffenen Fonds nur an Investoren vermarktet wurden, die zur Einschätzung der Risiken in der Lage waren.

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Viele Fragezeichen bestehen rund um die Greensill-Verluste: Wer wird sie letztendlich zu tragen haben?
© marklt / stock.adobe.com

In Verbindung mit den Greensill-Fonds verbuchte die Bank interessanterweise für das erste Quartal keinen erheblichen Verlust. Zuvor hatte es noch geheißen, Credit Suisse könnte die vom Zusammenbruch der Fonds betroffenen Anleger entschädigen. Die Bank hatte die Lieferkettenfinanzierungs-Fonds als eine der sichersten Anlagen vermarktet. Die von den Fonds gehaltenen Kredite waren durch Rechnungen besichert, die in der Regel innerhalb weniger Wochen bezahlt wurden.

Heiße Kartoffel
Während die Fonds jedoch auf ein Volumen von zehn Milliarden US-Dollar wuchsen, wichen sie zunehmend von diesem Prinzip ab. Ein Großteil der Gelder wurde schließlich über Greensill Capital gegen zukünftige Rechnungen für Umsätze verliehen, die lediglich erwartet wurden. Jetzt müssen die Anleger der eingefrorenen Fonds mit hohen Verlusten rechnen, wenn die Vermögenswerte liquidiert werden.

Begrenzung der Fondsverluste: ja oder nein?
Von einer der informierten Personen hat Bloomberg News erfahren, Credit Suisse könnte die Fondsverluste auf rund 1,5 Milliarden US-Dollar begrenzen. Voraussetzung dafür sei, dass die Kreditversicherung zahle und gewisse Forderungen vor Gericht eingetrieben werden könnten.  Ende März hatte die Bank für den April noch eine weitere Auszahlung an die Investoren der Lieferketten-Fonds angekündigt. Bislang wurden an sie rund 3,1 Milliarden Dollar ausgezahlt.

Archegos-Zusammenbruch kostet CS wohl 4,4 Milliarden Franken
Am heutigen Dienstag hatte die Bank angekündigt, nach dem Debakel um Archegos Capital 4,4 Milliarden Franken abzuschreiben und einen Quartalsverlust vor Steuern von rund 900 Millionen Franken zu erwarten. 

Boni, CRO und IB-Chef adieu
Credit Suisse strich die Boni für die Geschäftsleitung, kürzte die Dividende und setzte Aktienrückkäufe aus, um ihr Kapital wieder aufzufüllen. Investmentbankchef Brian Chin und Chief Risk Officer Lara Warner verlassen das Institut. (kb)

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