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Credit Suisse gab Archegos viel Hebel gegen wenig Sicherheiten

Die Schweizer Großbank hat dem Family Office Archegos Capital Management offenbar zu viel Vertrauen entgegengebracht und einen im Branchenvergleich viel zu hohen Leverage erlaubt. Das hat sich am Ende des Tages bitter gerächt.

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© Matthew Lloyd / Bloomberg

Die Credit Suisse Group hat Archegos Capital Management offenbar einen extrem hohen Verschuldungsgrad bei minimalen Sicherheiten ermöglicht und darum deutlich höhere Verluste erlitten als andere Banken, als das Family Office kollabierte.

Die Schweizer Großbank erlaubte der Firma von Bill Hwang mit den von ihr geliehenen Mitteln Wetten zu finanzieren, die zehnmal höher waren - aber forderte zugleich nur Sicherheiten im Wert von zehn Prozent des Kredits. Der Hebel war in einigen Fällen doppelt so hoch wie der bei anderen Banken, berichtet Bloomberg News.

Diese Hebelwirkung trug entscheidend dazu bei, den Verlust der Credit Suisse mit ihren Archegos-Positionen auf rund 5,5 Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Euro) zu schrauben. Der nächstgrößere Schaden ist mit 2,9 Milliarden Dollar bei der japanischen Nomura Holdings entstanden. Andere wie die Deutsche Bank kamen gänzlich ungeschoren davon, obwohl sie ebenfalls für Archegos-Mastermind Bill Hwang Prime-Brokerage-Dienstleistungen erbracht hatten.

Als Konsequenz hat Credit Suisse-Chef Thomas Gottstein angeordnet, das Geschäft der Prime-Brokerage-Sparte zu überprüfen und sich in Zukunft auf Kunden zu konzentrieren, mit denen man auch sonst eine Beziehung hat. Hwang war ansonsten kein Kunde der Credit Suisse gewesen und Archegos hat letztes Jahr laut Financial Times nur Erträge von 16 Millionen Franken (15 Millionen Euro) generiert. (aa)

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