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Credit Suisse erwartet 1,5 Milliarden Verlust im Schlussquartal

Die Credit Suisse Group rechnet für das Schlussquartal mit einem Minus von bis zu 1,5 Milliarden Franken und meldete fortgesetzte Abflüsse von Kundengeldern aus ihrem Wealth Management.

Ulrich Körner
Die CS hatte bereits gewarnt, dass ein Verlust für das vierte Quartal zu erwarten sei. Chief Executive Officer Ulrich Körner (Bild) hat versprochen, dass die Bank ab 2024 “definitiv” profitabel sein wird.
© Credit Suisse

Verluste seien sowohl im Wealth Management als auch in der Investmentbank zu erwarten, teilte die Schweizer Großbank am Mittwochmorgen mit. Dabei verwies die Bank auf das Marktumfeld, die Mittelabflüsse und den Verkauf von Sparten abseits des Kerngeschäfts. Die Aktie der Bank steuert angesichts der Nachrichten auf ein Rekordtief zu. Zum 11. November 2022 betrugen die Nettoabflüsse etwa sechs Prozent des verwalteten Vermögens am Ende des dritten Quartals. Das würde Nettoabflüssen von rund 84 Milliarden Franken entsprechen.

Umbau als Jobkiller
Die Traditionsbank vom Paradeplatz in Zürich durchläuft derzeit einen umfassenden Umbau und wird jetzt die Zustimmung der Aktionäre für eine Kapitalerhöhung von etwa vier Milliarden Franken einholen. Zur Kostensenkung sollen im vierten Quartal 2.700 Stellen abgebaut werden, bis 2025 sogar rund 9.000 Positionen.

“Die massiven Nettoabflüsse im Wealth Management, dem Kerngeschäft der CS neben der Schweizer Bank, sind sehr besorgniserregend - umso mehr, als sie sich noch nicht umgekehrt haben”, sagt Andreas Venditti, Bankenanalyst bei der Bank Vontobel in Zürich, im Talk mit Bloomberg. “Die Credit Suisse muss das Vertrauen so schnell wie möglich wiederherstellen - aber das ist leichter gesagt als getan.”

Die tatsächlichen Quartalsergebnisse werden von “einer Reihe von Faktoren” abhängen, so von der Performance im Rest des Jahres und dem weiteren Ausstieg aus Geschäften, die nicht mehr für wesentlich erachtet werden. Auch etwaige Wertminderungen bei Goodwill und die Ergebnisse anderer Verkäufe von Vermögenswerten würden die Zahlen prägen.

Abflüsse schwächen sich ab
Weniger Einlagen und verwaltetes Vermögen dürften sich negativ auf die Nettozinserträge und die wiederkehrenden Gebühren der Wealth Managements auswirken, hieß es. Die Abflüsse im Wealth-Management indessen seien gegenüber dem erhöhten Niveau der ersten beiden Oktoberwochen 2022 erheblich zurückgegangen, so die Bank. Eine Trendwende gebe es aber noch nicht. Die Sparte schätzt den Abfluss auf zehn Prozent des verwalteten Vermögens zum Ende des dritten Quartals. 

Für das vierte Quartal erwartet die Bank Restrukturierungskosten sowie Wertberichtigungen auf Software und Immobilien in Höhe von 250 Millionen Franken. (kb)

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