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Crash-Vorbote? "Buffett-Indikator" steigt auf Allzeithoch

Warren Buffetts beliebter Marktindikator erreicht mit knapp 210 Prozent einen neuen Rekordwert – und warnt damit vor überbewerteten US-Aktien. Der sogenannte Buffett-Indikator zeigt ein historisch hohes Bewertungsniveau. In Europa hingegen erscheinen Aktien weiterhin vergleichsweise günstig.

© Vitalii Shkurko / stock.adobe.com/KI-generiert

Der von Warren Buffett entwickelte "Buffett-Indikator", ein viel beachteter Maßstab zur Bewertung des Aktienmarkts, hat einen neuen Höchststand erreicht: Die gesamte Marktkapitalisierung der US-Aktien lagt Mitte Juli bei knapp 208,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Vereinigten Staaten – ein historischer Spitzenwert, wie der "Kurier" aus Wien berichtet.

Der "Buffett-Indikator"

Verhältnis = Gesamtmarktkapitalisierung/BIP Bewertung
Verhältnis ? 86 % signifikant unterbewertet
86 % < Verhältnis ? 111% moderat unterbewertet
111 % < Verhältnis ? 135 % fair bewertet
135 % < Verhältnis ? 160 % moderat überbewertet
Verhältnis > 160 % signifikant überbewertet

Buffett selbst hatte einst gewarnt: "Ab 200 Prozent spielt man mit dem Feuer." Die aktuelle Bewertung liegt deutlich über einem fairen Niveau und deutet auf ein hohes Risiko für Überhitzung hin.

Parallelen zu Dotcom-Blase und 2021
Ähnlich hohe Werte des Indikators wurden zuletzt kurz vor dem Platzen der Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende sowie im November 2021 erreicht. In beiden Fällen folgte ein deutliches Börsenbeben – 2022 entwickelte sich zu einem der schwächsten Jahre für US-Aktien.

Europa bleibt Bewertungsnachzügler
Wichtig ist jedoch: Der Buffett-Indikator bezieht sich ausschließlich auf den US-Aktienmarkt. In Europa sind die Bewertungsniveaus nach wie vor deutlich niedriger – viele Titel gelten als vergleichsweise günstig. Zudem führte nicht jedes Hoch beim Buffett-Indikator zwangsläufig zu einem Crash. (mb)

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