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Corporate Hybridbonds: Neuemissionen über Vorjahr, starke Performance

Bei Hybridanleihen von Unternehmen in der Währung Euro läuft es dieses Jahr rund: Mit den beiden Neuemissionen der Deutschen Bahn vom 14. Oktober (zwei Milliarden Euro) wurde bereits das gesamte Vorjahresvolumen von rund 19,5 Milliarden Euro übertroffen.

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© sdgjlgt / stock.adobe.com

Seit Jahresanfang begaben 23 internationale Unternehmen insgesamt 31 Hybridanleihen im Gesamtvolumen von 20,1 Milliarden Euro, stellen die Experten vom LBBW Research fest.  Gemäß ihrer Prognose von ca. vier weiteren Hybridanleihen würde 2019 ein neuer Rekord bei der Anzahl von Neuemissionen aufgestellt. Das Neuemissionsvolumen der Hybride schätzt man für 2019 auf ca. 23 Milliarden Euro, das entspricht einem Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies wäre somit das drittbeste Jahr nach 2014/15.

Hybride kommen auf fünf Prozent des Neuemissionsvolumens von Corporates
Im Vergleich zum gesamten Corporate Bonds Markt in der Währung Euro - 2019 wurden bisher ca. 365 Milliarden Euro an Euro-Neuemissionen begeben – spielen die nachrangigen Hybridanleihen naturgemäß nur eine Nebenrolle. Der jährliche Anteil der Neuemissionen von Hybridanleihen bewegte sich seit 2008 in einer Bandbreite von null bis neun Prozent, bezogen auf das Volumen. Nach der Schwächephase des Hybridmarkts 2016, bedingt durch Änderungen der Methodik bei den Ratingagenturen, erhöhte sich die Quote wieder und liegt aktuell im Bereich von fünf bis sechs Prozent. Der gesamte Anteil der Hybride am Neuemissionsvolumens seit 2008 beträgt 4,3 Prozent. Bei Hybriden zeigte sich das erste  Quartal am aktivsten mit ca. 34 Prozent des Jahresvolumens). Inmvierten Quartal wurden immerhin noch 18 Prozent des Volumens emittiert.

Vorteile von Hybridbonds für Emittenten und Investoren
Unternehmen emittieren Hybridbonds vor allem aufgrund der teilweisen Anrechnung als Eigenkapital (meist zu 50 Prozent; die Anforderungen hierzu unterschieden sich je nach Ratingagentur beziehungsweise Bilanzierungsstandard. Dadurch kann das Rating verbessert oder gestützt werden. Größere Akquisitionen oder Investitionen zählen daher zu den typischen Anlässen für die Emission von Hybridbonds. Unter den aktivsten und regelmäßigen Emittenten der vergangenen Jahre sind zum Beispiel Versorger stark vertreten, da sie einen hohen Investitionsbedarf aufweisen. Investoren erhalten für das höhere strukturelle Risiko bei Hybridanleihen – im Pleitefall würden erst vorrangige Verbindlichkeiten wie z.B. Senior-Bonds bedient, zudem können unter anderem Hybrid-Coupons teilweise optional ausgesetzt werden – eine höhere Verzinsung.

Hybride erzielten seit Jahresanfang plus elf Prozent
Der starke Rückgang der Renditen für den Hybridindex hat die Performance der Hybridbonds nach oben getrieben. Seit Jahresanfang konnte der Index für Corporates Hybridanleihen ein Plus von 11,4 Prozent verbuchen. Damit entwickelte er sich sogar besser als die nach Meinung der Experten im LBBW Research vergleichsweise risikoreicheren High Yield Bonds (+8,6 Prozent seit Jahresanfang). Wie im gesamten Bondmarkt kann man angesichts des niedrigen aktuellen Renditeniveaus allerdings nicht mit einer Fortsetzung der starken Performance von 2019 rechnen.

Hybridbonds weiterhin attraktive Portfolio-Beimischung?
Grundsätzlich weisen Hybridbonds aufgrund ihrer Nachrangigkeit ein Chance-Risiko-Profil auf, das eher dem High Yield-Segment beziehungsweise der High Yield-Ratingkategorie BB entspricht. In turbulenten Marktphasen muss mit daher mit einem entsprechenden Anstieg der Volatilität gerechnet werden. Nach der starken Performance seit Jahresbeginn plus elf Prozent haben sich die Renditen und die Rendite-Aussichten für Hybride allerdings deutlich verringert.  Im Vergleich zu anderen Assetklassen sehen die LBBW-Researcher Hybridanleihen – insbesondere von Unternehmen mit solider Investmentgrade-Bonität – aufgrund des Spreadaufschlags gegenüber Senior-Bonds aber weiterhin als attraktive Portfolio-Beimischung an. (kb)

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