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Institutioneller Investor sucht Manager für Best-of-Two-Strategie

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Corporate Bonds bestehen vielfach aus Schrott

Unternehmensanleihen entwickeln sich überaus gut. Institutionelle Investoren sollten jedoch vorsichtig sein, rät Unigestion: Niedrig bewertete Papiere könnten bald massenhaft in den Schrottbereich herabgestuft werden.

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© charles taylor / stock.adobe.com

Der Markt für Unternehmensanleihen boomt: Seit dem letzten Höhepunkt 2007 hat er sich auf mehr als fünf Milliarden US-Dollar verdreifacht. Trotz der guten Entwicklung warnt der Schweizer Asset Manager Unigestion vor wachsenden Risiken. Denn Rating-Agenturen könnten Anleihen mit der Kreditwürdgkeitsnote "BBB" – also mit einer mitteläßigen Bewertung – massenhaft abstufen, sobald das wirtschaftliche Klima rauer wird. Mit ihrem Wechsel in den High-Yield-Bereich würden sie das bisher eher kleine Segment der sogenannten Schrott-Anleihen dann geradezu überschwemmen.

Der Investment-Grade-Markt, der Produkte mit einer Kreditwürdigkeit von BBB oder besser enthält, besteht schon jetzt zu mehr als 50 Prozent aus BBB-Anleihen. "Selbst wenn nur ein kleiner Teil des riesigen BBB-Marktes herabgestuft werden sollte, könnten Anleger mit Investment-Grade-Mandaten gezwungen sein, große Mengen an Anleihen sehr schnell abzustoßen", warnt Unigestion. Die Effekte seien katastrophal, da Unternehmen in den kommenden Jahren mit einem Rekordniveau an Rückzahlungsforderungen rechnen müssten.

Unternehmen werden "ins Trudeln geraten"
Der Grund für die mögliche Herabstufung: Sobald die Konjunktur anfängt zu schwächeln, könnten jahrelange Neuverschuldung und strukturelle Probleme Unternehmen ins Wanken bringen. Zudem tendieren Rating-Agenturen inzwischen dazu, Anleihen schneller herabzustufen, nachdem sie für ihre lasche Bewertung in der Finanzkrise kritisiert wurden. (fp)

Redaktionelle Anmerkung: "Institutional Money" thematisierte diese ernstzunehmende Gefahr bereits in Print-Ausgabe 1/2019. Nachzulesen unter "Überschuldet?"

 

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