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Contrarian Steven Major/HSBC ist nun wieder Bond-Bulle

Steven Major hat den Ruf, ein Bollwerk im Angesicht des Gegenwinds am Anleihemarkt zu sein. Nachdem er im letzten Monat kurz gezuckt hat, ist er nun wieder das Gegenteil des Marktes: ein Bulle für Treasuries.

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Steven Major ist Leiter der Research-Abteilung für festverzinsliche Wertpapiere der HSBC.
© HSBC

HSBCs Steven Major hat sich genug gegeißelt und ist wieder Bond-Bulle. Der Leiter der Research-Abteilung für festverzinsliche Wertpapiere der HSBC stellt sich erneut gegen seine Kollegen - und gegen die Ausverkaufsdynamik bei Anleihen. Er sieht Renditen 10-jähriger Treasuries bis Jahresende auf ein Prozent fallen. Das sind etwa 60 Basispunkte weniger als das derzeitige Niveau und ein ganzer Prozentpunkt weniger als das Niveau, wo sie laut Bob Michele von J.P. Morgan Asset Management hingehören.

Vom Renditeanstieg überrascht
Major und sein Analystenteam hatten zuvor erklärt, dass sie von dem Bond-Ausverkauf überrascht worden seien und ihre Prognosen für die Renditen zum Jahresende um 25 Basispunkte anheben mussten. Dennoch will er auch bei weiter steigenden Renditen sein Modell nicht anpassen. Immerhin habe es die letzten zehn Jahre gut funktioniert. “Es stimmt, dass uns der Renditeanstieg im Jahr 2021 überrascht hat”, schrieb Major in einer Note an seine Kunden. “Aber es gibt nur ein begrenztes Maß an Selbstgeißelung, zu dem wir bereit sind.”

Bob Michele sieht die Lage anders
Im Gegensatz dazu sieht Michele von J.P. Morgan Asset Management die zehnjährigen Treasury-Renditen nach der jüngsten Volatilität am Rentenmarkt bei etwa zwei Prozent. Er meidet Investment-Grade-Papiere, einschließlich Staatsanleihen, wie es in einer E-Mail seiner Bank heißt, aus dem Bloomberg zitiert.

Bidens Konjunkturpaket strapaziert die Nerven der Investoren
Das Billionen-Dollar-Konjunkturpaket von Präsident Joe Biden strapaziert die Nerven der Investoren am Anleihemarkt. Sogar der ehemalige US-Finanzminister Larry Summers hatte Alarm geschlagen, dadurch würde eine destabilisierenden Inflation aufkommen.

Major erwartet keinen echten Inflationsschock
Major argumentiert jedoch, dass eine durch ein Konjunkturprogramm angeschobene Wachstumsbelebung für sich genommen keine dauerhafte Rückkehr des Preisdrucks auslösen kann. Ein echter Inflationsschock würde aufgestaute Verbrauchernachfrage voraussetzen, welche die Wirtschaftsleistung über viele Jahre hinweg ankurbeln müsse, sagte er. “Unsere längerfristige Ein-Prozent-US-Treasury-Prognose für Zehnjährige bleibt unverändert, weil wir glauben, dass der Rahmen für niedrig Zinsen über längere Zeit intakt bleibt”, schrieb er. “Bitte keine ‘auf und ab’-Renditeprognosen.” (kb)

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