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Sind Wohninvestments noch attraktiv?

Ob Engagements in Wohnimmobilien noch eine attraktive Anlagemöglichkeit sind, analysiert Heiko Szczodrowski, Head of Asset Structuring Portfoliomanagement bei Commerz Real und nennt dabei auch jene Segmente, wo Investoren noch interessante Renditen finden.

Heiko Szczodrowski, Head of Asset Structuring Portfoliomanagement, Commerz Real
Heiko Szczodrowski, Head of Asset Structuring Portfoliomanagement, Commerz Real, hält am 13. Institutional Money Kongress in Wiesbaden einen Workshop.
© Commerz Real

Institutionelle Investoren werden sich vielleicht noch zurückerinnern: Der Wohnimmobilienmarkt stand einst für stabile Renditen - nicht astronomisch, aber auskömmlich. Das hat sich in den vergangenen Jahren spürbar geändert. Denn die Ankaufsrenditen sinken aufgrund des allseits bekannten Anlagedrucks und des niedrigen Zinsniveaus. Gerade institutionelle Investoren, die sich traditionell sehr stark in diesem Segment engagieren, fragen sich daher, ob Wohnimmobilien überhaupt noch eine attraktive Anlagemöglichkeit sind.

„Für Mikroapartments für deutsche und internationale Studenten sowie für Pendler und Young Professionals kann ich diese Frage eindeutig bejahen“, schreibt Heiko Szczodrowski, Head of Asset Structuring Portfoliomanagement bei Commerz Real, in einer „Institutional Money“ exklusiv vorliegenden Analyse.

Das genannte Segment weist mit BVI-Renditen von vier Prozent noch ein attraktives Risiko-Rendite-Profil auf. Zudem profitiert es laut Szczodrowski von fundamentalen gesellschaftlichen Entwicklungen wie der Urbanisierung, der Globalisierung, den wachsenden Pendlerzahlen sowie der steigenden Mobilität von Studenten und jungen Arbeitnehmern. Während einige Pendler wochentags Zweitwohnungen benötigen, ziehen viele Studenten und junge Arbeitnehmer häufig in andere Städte um, in denen sie dann kurzfristig und zeitlich meist begrenzt eine Wohnung benötigen.

Wichtige Kriterien
Allerdings gelte es Szczodrowski zufolge bei Investitionsentscheidungen ein paar Punkte zu beachten. Wichtiger noch als beim herkömmlichen Wohnen ist für Mikroapartments zunächst einmal der geeignete Standort. Nicht nur sollte die Stadt für die jeweilige Zielgruppe des Objekts interessant sein und einen Nachfrageüberhang aufweisen.

Auch die Mikrolage muss stimmen: Kurze Wege zum urbanen Leben und der Universität sind absolut notwendig. Essenziell sind zudem eine gute Anbindung an den ÖPNV sowie Geschäfte zur Nahversorgung in der direkten Umgebung, denn viele Mieter besitzen keinen eigenen Pkw.

Damit sich die Bewohner auch wohlfühlen, ist zudem die Auswahl des Verwalters mitentscheidend für den Anlageerfolg. Jener muss ein Umfeld bieten, welches die meist neu in die Stadt Zugezogenen beim Aufbau sozialer Kontakte unterstützt. Solch ein aktives Management ist deshalb besonders wichtig, weil die Mieter viel häufiger wechseln als in klassischen Wohnimmobilien. „Und dennoch: Ein gewisses Standort- und Verwalterrisiko bleibt. Um dieses gut zu streuen, bietet sich eine Fondslösung mit einer Bündelung unterschiedlicher Objektstandorte und Verwalter an, betont Szczodrowski. „Wer diese Faktoren beachtet, kann auch im aktuellen Marktumfeld lohnende Wohninvestments tätigen – und nebenbei dank der Flächeneffizienz für Entspannung auf dem regulären Mietmarkt sorgen. Ein Gewinn für alle!“ (aa)


Heiko Szczodrowski hält am 13. Institutional Money Kongress (25. bis 26. März 2020 im Wiesbadener Congress  Center) zum Thema Wohnimmobilien einen Workshop. Nähere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie nachfolgend.


 

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