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Columbia Threadneedle setzt auf gegen Null gehende Renditen

Großbritannien könnte unter den Industrieländern die nächste Volkswirtschaft sein, in der die Renditen Null erreichen, sagt der einflussreicher Vermögensverwalter.

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Ed Al-Hussainy ist Senior Analyst beim Global Rates and Currency Team von Columbia Threadneedle
© Columbia Threadneedle

Die Rendite auf zweijährige Gilts könnte in den kommenden Monaten “locker” verschwinden, da die Bank of England die Fremdkapitalkosten mehr als einmal senken muss, um eine an der Rezession entlangschrammende Wirtschaft zu stützen, sagt Columbia Threadneedle Investments, die ein Vermögen von etwa 468 Milliarden Dollar verwaltet. Die Gesellschaft, die seit dem ersten Quartal optimistisch bezüglich Gilts ist, hat sich als „eifriger Käufer“ gezeigt, da sie überzeugt ist, dass die britische Notenbank mit der zunehmend taubenhaften Tendenz bei der Federal Reserve und der EZB Schritt halten muss.

Renditen britischer Kurzläufer haben sich in diesem Jahr fast halbiert
Dies geschah angesichts der Besorgnis, dass die fast drei Billionen US-Dollar schwere Wirtschaft des Landes schrumpfen könnte, wenn das Vereinigte Königreich am 31. Oktober ohne Trennungsvereinbarung aus der EU austritt. Die Anleihezinsen in weiten Teilen des Euroraums, von Deutschland über Frankreich bis Belgien, liegen bereits unter Null, wie Bloomberg-Daten zeigen, da die Anleger sich auf eine weitere Zinssenkung der EZB zur Ankurbelung des Wachstums einstellen.

Attraktives kurzes Ende
“Das britische vordere Ende sieht ziemlich attraktiv aus”, sagt Edward Al-Hussainy, leitender Währungs- und Zinsstratege bei Columbia Threadneedle, im Talk mit Bloomberg. „Die zweijährigen Renditen können locker auf null sinken, vielleicht in den nächsten sechs Monaten. Das Argument wird etwas stärker, da die EZB wahrscheinlich bis in das nächste Jahr hinein lockern wird.“ Die Rendite für zweijährige Gilts lag am Donnerstag bei 0,42 Prozent, nachdem sie sich Ende letzten Jahres noch auf 0,75 Prozent belief. Der Renditerückgang ging einher mit einer Abwertung von mehr als fünf Prozent beim Pfund, das die Währung mit der zweitschlechtesten Performance unter den G10-Wechselkursen ist. (kb)

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