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Columbia Threadneedle: Investoren sollten auf die dritte Option setzen

Häufig lautet bei der regionalen Aktiengewichtung die Frage: Europa oder Vereinigte Staaten? Institutionelle Investoren sollten bei ihrer Renditesuche eine dritte Option nicht ausschließen und ihren Blick nach Asien wenden, meint Fondsmanager George Gosden von Columbia Threadneedle.

George Gosden, Manager des Threadneedle (Lux) Asian Equity Income
George Gosden, Manager des Threadneedle (Lux) Asian Equity Income
© Columbia Threadneedle

Schon vor dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine begann das Jahr 2022 aufgrund der Inflation im Zeichen des Kurswechsels in der Geldpolitik. Die geopolitischen Faktoren haben die Volatilität noch deutlich erhöht. Panik ist hier der falsche Ratgeber. Es ist wichtig, sich im Moment nicht von Emotionen hinreißen zu lassen und sich weiter auf langfristige Ziele zu konzentrieren. Denn die Geschichte lehrt uns, dass die Märkte Krisen wie diese überwinden können, erinnert George Gosden, Manager des Threadneedle (Lux) Asian Equity Income-Fonds, in einem „Institutional Money“ exklusiv vorliegenden Beitrag.

Asien überzeugt mit Dividendenwachstum
Income-Investoren fokussieren sich bei der Umsetzung ihrer Anlageziele nach wie vor auf die europäischen und US-Aktienmärkte. Dabei sprechen mindestens zwei Faktoren für den asiatischen Aktienmarkt. Zum einen sind die Bewertungen dort im Vergleich zu anderen Märkten niedrig. Zum anderen ist das Dividendenwachstum in der Region deutlich dynamischer als in Europa oder in den USA. Über die letzten zwanzig Jahren haben die Gewinnausschüttungen der Unternehmen rund 40 Prozent zur Gesamtkapitalrendite beigetragen. In einem Umfeld, in dem die Zinssätze steigen, kann die Stabilität durch Dividendenausschüttungen für Aktienanleger den Unterschied machen.

Branchenübergreifende Dividendenausschüttungen  
Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft die Diversifikation. Auf dem asiatischen Markt sind die Dividendenausschüttungen nach Ländern und Sektoren gut diversifiziert, was sie langfristig nachhaltiger macht. Es ist kein Zufall, dass der Prozentsatz der asiatischen Unternehmen, die am Ende eines jeden Geschäftsjahres einen Teil ihrer Gewinne ausschütten, bei über 90 Prozent liegt und damit wesentlich höher ist als in der übrigen Welt. Von den an den asiatischen Märkten notierten Aktien haben über 43 Prozent eine Dividendenrendite von mehr als 3,0 Prozent. Viele dieser Unternehmen sind in wachstumsstarken Sektoren wie dem Technologiesektor angesiedelt, die häufig sehr hohe Einnahmen und Gewinne erwirtschaften.

Fundamentaldaten müssen überzeugen
Es reicht Gosden zufolge allerdings nicht, ausschließlich auf die Dividendenrendite zu schauen. Entscheidend bei der Auswahl der Titel ist die Einzelbetrachtung der Aktie: Wie stabil sind die Cashflows? Gibt es klare Wettbewerbsvorteile und hohe Markteintrittsbarrieren? Inwieweit stützen langfristige strukturelle Trends das Geschäftsmodell des Unternehmens?

„Im ersten Schritt durchleuchten wir die Titel unter anderem anhand von Fundamentaldaten und klopfen sie insbesondere auch auf das Potenzial für Überraschungen in puncto Dividendenpolitik ab. In der Regel ist das Potenzial für zusätzliches Alphaüberdurchschnittlich hoch“, betont Gosden.

Auf Portfolioebene sollte der Schwerpunkt auf verlässlichen Dividendenzahlern mit einer nachhaltigen Ausschüttungspolitik liegen, die auch in der Lage sind, die Dividende zu steigern. Im asiatisch-pazifischen Raum fallen zum Beispiel die Investmentbank Macquarie oder der Halbleiterproduzent TSMC in die Kategorie der Quality-Income-Titel. Daneben lohnt es sich, Unternehmen in den Blick zu nehmen, die ein hohes Dividendenwachstum oder Potenzial für positive Überraschungen bei ihrer Dividendenpolitik aufweisen. So haben Samsung Electronics oder Tech Mahindra in den letzten Jahren regelmäßig ihre Dividendenausschüttung erhöht. Gosden und seine Kollegen überprüfen darüber hinaus ihre Selektion regelmäßig aus Top-Down-Sicht.

Volatilität sorgt für Einstiegsgelegenheiten
Insgesamt ist Gosden derzeit in China und Hongkong derzeit untergewichtet. Das schwächelnde Wachstum lässt Unternehmen auch im Hinblick auf Dividenden vorsichtiger werden. Unternehmen aus Singapur sind hingegen überproportional stark vertreten, was sich aus der Übergewichtung von Finanztiteln und REITs ergibt. Asiatische REITS punkten weiterhin mit hohen Dividendenrenditen.

In letzter Zeit hat Gosden den Fokus verstärkt auf preiswertere Immobilienentwickler mit Potenzial für Dividendenwachstum durch die Monetarisierung von Vermögenswerten gerichtet. Auch Technologietitel gehören zu Gosdens Favoriten, sie bieten häufig eine interessante Kombination aus Dividendenrendite und Wachstum.

„Insgesamt scheinen die zugrundeliegenden Cashflows in Asien-Pazifik trotz der Marktvolatilität nach wie vor robust. Die Zahl der renditestarken Einstiegsgelegenheiten ist aufgrund der Marktkorrekturen gestiegen“, merkt Gosden abschließend an. (aa)

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