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Columbia Threadneedle Investments: Gesundes Maß fürs Portfolio

Fettleibigkeit hat sich in der westlichen Welt zu einem großen Problem entwickelt. Von einem Durchbruch bei der Bekämpfung der Zivilisationskrankheit können auch institutionelle Investoren profitieren, schreibt Neil Robson von Columbia Threadneedle Investments

Neil Robson, Leiter Globale Aktien bei Columbia Threadneedle Investments
Neil Robson, Leiter Globale Aktien bei Columbia Threadneedle Investments
© Columbia Threadneedle Investments

Weltweit sind Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge 650 Millionen Menschen krankhaft fettleibig, der Anteil fettleibiger Menschen hat sich gegenüber 1975 verdreifacht. Fettleibigkeit stellt ein großes Gesundheitsproblem dar. Es deutet viel darauf hin, dass Fettleibigkeit das Entstehen verschiedener Krankheiten wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, erhöhten Cholesterinspiegel, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Schlaganfälle, Stoffwechselkrankheiten, Leber- und Nierenerkrankungen sowie bestimmte Krebsarten begünstigt, erinnert Neil Robson, Leiter Globale Aktien bei Columbia Threadneedle Investments, in einem "Institutional Money" exklusiv vorliegenden Beitrag.

Schädlich für die Gesundheit und für das Budget
Die WHO schätzt, dass den weltweiten Gesundheitssystemen aufgrund von Fettleibigkeit Kosten von 1,2 Billionen US-Dollar entstehen. In den USA belaufen sich die Kosten laut der US-Gesundheitsbehörde CDC auf jährlich 147 Milliarden US-Dollar. Die Behörde schätzt, dass die Kosten, die dem Gesundheitssystem durch eine fettleibige Person entstehen, um 1.429 US-Dollar höher sind als bei einer normalgewichtigen Person, hält Robson fest.

Jojo-Effekt
In Amerika werden pro Jahr mehr als fünf Millionen Diätbücher gekauft, zudem verdient die Diät- und Gesundheitsbranche pro Jahr 72 Milliarden US-Dollar mit Menschen, die versuchen, schlank zu werden. Bedauerlicherweise gelingt es nur rund 20 Prozent der Erwachsenen, die mit einer Diät abgenommen haben, ihren Gewichtsverlust länger als ein Jahr zu halten.

Hoffnung aus der Wissenschaft?
Novo Nordisk und Eli Lilly, halten es für möglich, Fettleibigkeit mit Medikamenten zu behandeln. Die Medikamente sollen den Appetit unterdrücken, indem sie das Hormon nachahmen, das nach dem Essen im Körper freigesetzt wird. Ursprünglich wurden diese Medikamente bei Prädiabetes eingesetzt, damit das Spritzen von Insulin so spät wie möglich nötig wird.

Erste Erfolge
Das Präparat von Novo ist bereits auf dem Markt und hat seine Wirksamkeit unter Beweis gestellt. In 68 Wochen verzeichneten die Patienten einen Gewichtsverlust von 15 Prozent oder knapp 16 kg. Zugelassen ist es bei Menschen mit einem Body-Maß-Index (BMI) von über 35. Unter bestimmten Umständen können auch Menschen mit einem BMI von über 30 das Präparat erhalten. Eli Lilly wird im späteren Jahresverlauf die Ergebnisse seiner Studie vorlegen. Man geht davon aus, dass die Ergebnisse mindestens ebenso gut ausfallen werden, wenn nicht sogar besser.

Wettbewerbsvorteil Forschungsvorsprung
Der Bedarf an derartigen Medikamenten ist offensichtlich und Robson stuft diese Arzneimittel als die ersten einer ganzen Reihe von Präparaten ein, die in den nächsten zehn oder mehr Jahren auf den Markt kommen werden. Andere Unternehmen werden ebenfalls versuchen, auf diesen Markt vorzudringen, aber Lilly und Novo haben hier einen Forschungsvorsprung von mindestens zehn Jahren. Zudem profitieren sie von klaren Größenvorteilen, denn sie stellen diese Medikamente bereits für die Behandlung von Diabetes her. Mit dieser zweiten Indikation steigt noch das Absatzvolumen bei einem Medikament, das schwer herzustellen ist.

Milliardenmarkt
Nun, in die Abschätzung fließen viele verschiedene Faktoren ein – der erste ist ganz schlicht die Anzahl der Menschen. Es gibt allein fast 24 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner mit einem BMI von 40+ – wenn ihnen allen das Medikament ein Jahr lang zum Listenpreis von zwölf US-Dollar pro Tag verabreicht wird, dann wären das in den nächsten etwa zehn Jahren 105 Milliarden US-Dollar. Aber irgendjemand muss die Kosten dafür tragen. Um Krankenversicherer in Nordamerika zu überzeugen, wären Beweise für gesundheitliche Vorteile in Form besserer Behandlungserfolge bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderer gesundheitlicher Vorteile erforderlich. Novo und Lilly haben bereits Studien geplant, mit denen diese Vorteile belegt werden sollen.

"In unserer täglichen Arbeit als globale Aktienanleger müssen wir diese langfristigen Trends und mögliche Durchbrüche in der Arzneimittelforschung genau im Auge behalten. Wenn wir mit richtigen Anlageentscheidungen zur Bekämpfung der Fettleibigkeit beitragen können, ist das ein gutes Ergebnis für alle", betont der Aktienchef abschließend. (aa)

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