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Columbia Threadneedle: Darum gibt es wieder attraktive Risikoprämien

Die angloamerikanische Fondsgesellschaft ortet ein günstiges Kapitalmarktumfeld für das soeben angefangene Anlagejahr. Dafür spricht eine Vielzahl positiver Faktoren.

Maya Bhandari
Maya Bhandari, Columbia Threadneedle
 
© Columbia Threadneedle

Columbia Threadneedle ist für 2019 optimistisch. Das hat laut Maya Bhandari, Multi-Asset-Portfoliomanagerin bei Columbia Threadneedle, mehrere Gründe. „Das reale globale Wirtschaftswachstum bleibt trotz der Abschwächung oberhalb des Trends, Zentralbanken nehmen keine überraschenden Zinserhöhungen vor, die geldpolitische Straffung entspricht im Großen und Ganzen den Erwartungen, und die Unternehmensgewinne steigen in den meisten Regionen angemessen weiter“, schreibt Bhandari. „Gleichzeitig sind die Bewertungen in vielen Bereichen attraktiver. Das bedeutet höhere Risikoprämien bei Aktien, Anleihen und Rohstoffen.“

Als möglichen Wermutstropfen sieht Bhandari weiter steigende Diskontsätze, die Aktienbewertungen belasten könnten. Dafür gebe es verschiedene mögliche Quellen:

Erstens könnten die finanzpolitischen Anreize in den USA inmitten von Vollbeschäftigung dazu führen, dass die Notenbank Fed bei ihren Zinserhöhungen über das Ziel hinausschießt.

Zweitens könnten enge Arbeitsmärkte den Lohndruck erhöhen. Drittens stellten etwa der Brexit und die Situation in Italien geopolitische Risiken dar. „Die Unsicherheiten bezüglich dieser Faktoren sind wie üblich groß“, schreibt Bhandari. „Beispielsweise könnten höhere Löhne die Margen der Unternehmen belasten oder die Inflation oder keines von beidem – falls die Produktivität steigt und neutralisierend wirkt.“

Aktien besser als Anleihen
Vor diesem Hintergrund bevorzugt Columbia Threadneedle im Rahmen vermögensverwaltender Strategien nach wie vor Aktien gegenüber Anleihen. „Wir mögen speziell japanische, asiatische und europäische Werte“, konkretisiert Bhandari. Im Anleihenbereich sollten Investoren Durationsrisiken nur „sparsam eingehen“. „Die US-Renditen haben den 38-jährigen Bullenkanal durchbrochen, bewegen sich jedoch nach wie vor auf relativ niedrigem Niveau. Die globale Geldpolitik wird straffer, und es findet eine Deglobalisierung statt“, begründet die Fondsmanagerin diese Positionierung.

Die Effizienz von Kern-Staatsanleihen in Multi-Asset-Portfolios sei fraglich. Gleichzeitig seien die Risikoaufschläge im Kreditsegment gestiegen, allerdings nur marginal im Vergleich zu den Phasen vor und nach der globalen Finanzkrise, als der Risikoappetit der Anleger darnieder lag. „Insgesamt sind wir in Kreditpapieren und Barmitteln neutral positioniert“, erklärt Bhandari abschließend. (aa) 

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