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Columbia Threadneedle bricht eine Lanze für Aktien von der Insel

Britische Aktien sind laut Columbia Threadneedle zum großen Teil relativ günstig bewertet, da Investoren derzeit einen Bogen um Großbritannien machen. Das schafft Opportunitäten für Mutige.

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Richard Colwell, Leiter für britische Aktien bei Columbia Threadneedle
© Columbia Threadneedle

An den Märkten sollte man ins Risiko gehen, wenn die Stimmung schlecht und die Kurse niedrig sind. Das könnte derzeit für Großbritannien gelten. Derzeit bieten britische Aktien der Fondsgesellschaft Columbia Threadneedle Investments zufolge instiutionellen Investoren interessante Arbitrage-Möglichkeiten. Unsicherheit angesichts des Brexit, politische Risiken und ein schwaches Pfund hätten dazu geführt, dass britische Aktien in internationalen Portfolios deutlich untergewichtet seien. „Die Kurse bleiben jedoch attraktiv und schaffen Möglichkeiten der Bewertungs-Arbitrage zwischen britischen Unternehmen und ihren international gelisteten Wettbewerbern“, schreibt Richard Colwell, Leiter für britische Aktien bei Columbia Threadneedle, in einem aktuellen Kommentar.

Der Markt hasst Unsicherheit
Wegen der politischen und wirtschaftlichen Aussichten sind britische Aktien nach Ansicht von Columbia Threadneedle nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet. „Wir haben eine schwache Regierung, die sich in eine Richtung bewegt, in der scheinbar nichts entschieden sein wird, bis alles entschieden ist“, schreibt Colwell. „Aber selbst wenn Anleger denken, dass der Brexit der britischen Wirtschaft schaden wird, ist bereits viel mögliches Elend in den Bewertungen enthalten.“

Zwei Vorteile für Investoren
Aus den günstigen Bewertungen ergeben sich den Experten zufolge zwei wichtige Vorteile: Zum einen dürften britische Aktien sich aufgrund ihrer defensiven Qualitäten und abnehmenden Korrelationen robuster als andere Märkte verhalten, wenn das allgemeine wirtschaftliche Umfeld sich eintrübe. Zum anderen sollten britische Unternehmen gefragte Übernahmekandidaten bleiben. Solche Übernahmesituationen gehen nicht selten mit Kurssteigerungen einher.

Defensive britische Aktien sind Columbia Threadneedle zufolge zwar nicht mehr durchweg günstig, denn die Handelskonflikte hätten zu einer Rotation in entsprechende Werte geführt. „Es gibt aber noch immer verschiedene defensive Branchen, die im vergangenen Jahr im Zuge der Rotation in Bankwerte und zyklische Aktien verkauft wurden und die nach wie vor völlig unbeachtet sind“, schreibt Colwell. Das könne sich ändern, wenn der Handelskonflikt eskaliere und die Notenbanken ihre geldpolitische Straffung fortsetzten.

Zudem verweist Colwell darauf, dass das Segment der britischen Aktien, die sich positiv entwickeln, in den vergangenen Monaten breiter geworden sei – eine gesunde Entwicklung, nachdem 2017 nur einige wenige hoch bewertete Papiere den Markt gezogen hätten. „Wir denken, dass die Aussichten inzwischen ausgewogener sind“, fasst Colwell zusammen. (aa)

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