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CoCo-Markt gibt Gas: Hohe Emissionstätigkeit im ersten Quartal

Angesichts der Stabilisierung der Rentabilität der meisten europäischen Banken auf gutem Niveau ging man bei Swisscanto davon aus, dass höhere Spreads Ende 2018 die Nachfrage seitens der Investoren neu beleben würden, sobald sich das allgemeine Marktsentiment für den Finanzsektor stabilisiert.

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Daniel Björk, Manager des Swisscanto (LU) Bond Fund COCO
© Swisscanto

"Tatsächlich setzte diese Entwicklung bereits im ersten Quartal 2019 ein. Der durchschnittliche Credit Spread verengte sich um 75 Basispunkte (bps) von 476 bps Ende 2018 auf 401 bps  Ende des ersten Quartals 2019. Entsprechend rentierte der CoCo-Markt in diesem Zeitraum positiv und brachte den Investoren rund fünf Prozent Gesamtrendite, abzulesen am ICE BofAML COCO Index, in Euro gehedgt", sagt Daniel Björk.

Neun CoCos erblickten das Licht der Welt im ersten Quartal
Nach dem schwierigen Jahr 2018 für CoCos war die Emissionstätigkeit im ersten Quartal 2019 hoch: Insgesamt wurden neue CoCo-Anleihen im Umfang von 14 Milliarden Euro begeben (von über zehn großen Banken) – gemessen an einem erwarteten Volumen für das Gesamtjahr 2019 von 25 Milliarden Euro. „Für den Rest des Jahres rechnen wir damit, dass der größte Teil des verbleibenden Emissionsvolumens von elf Milliarden Euro dazu dienen wird, die im zweiten Halbjahr 2019 und im ersten Halbjahr 2020 fällig werdenden Anleihen zu refinanzieren", so Björk.

CoCo-Markt hat seinen ersten ‚Non-Call‘ überlebt
Dies geschah, als sich Banco Santander entschied, eine ihrer CoCo-Anleihen mit einem ersten Fälligkeitstermin im März 2019 zu verlängern. "Da diese Entscheidung nicht völlig unerwartet kam, waren die Auswirkungen auf die Kurse der übrigen CoCo-Anleihen von Santander und auf den breiteren CoCo-Markt gering. Dies werten wir als ein weiteres Zeichen für die zunehmende Reife der CoCo-Investorenbasis“, sagt Björk.

Bewertung des CoCo-Markts weiterhin attraktiv 
Angesichts der aktuellen Situation behält Björk die Positionierung des Portfolios rund um vier wichtige Themenbereiche bei. Auf Länderebene bleibt es bei der Übergewichtung in performancestarke österreichische, belgische, niederländische und spanische Banken und bei einer Untergewichtung in chinesische, deutsche und britische Banken. Bezüglich der Währungen (auf abgesicherter Basis) werden auf Euro lautende CoCo-Anleihen übergewichtet und auf US-Dollar lautende CoCos untergewichtet.

Qualität im Fonds erhöht 
„In punkto Emittenten haben wir unser Engagement in preisgünstigeren CoCo-Anleihen von starken nationalen Bank-Champions erhöht und das Engagement in Banken mit Rentabilitätsproblemen weiter reduziert. Hinsichtlich der erwarteten Fälligkeitstermine ist der Fonds in Anleihen mit einem ersten Fälligkeitstermin innerhalb von 0–3 Jahren untergewichtet und in Anleihen mit einem ersten Fälligkeitstermin innerhalb von 3–7 Jahren übergewichtet. Obwohl wir erwarten, dass die meisten Anleihen mit einem ersten Fälligkeitstermin in den nächsten drei Jahren gekündigt. werden, betrachten wir das Risiko-Ertragsverhältnis als unattraktiv, da die Renditen für engagierte Langzeitinvestoren wenig interessant erscheinen“, analysiert der Fondsmanager. 

National Champions mit starken Bilanzen und stabiler Rentabilität
Fasst man die Ergebnisse der führenden nationalen Banken Europas, die die typischen CoCo-Emittenten sind, für 2018 zusammen, so ergibt sich eine durchschnittliche Eigenkapitalquote (CET1=hartes Kernkapital) von 15,1 Prozent, eine mittlere NPL-Quote (NPL=non-performing loan) von 2,3 Prozent und eine durchschnittliche Eigenkapitalrendite von 7,8 Prozent. „Unseres Erachtens haben somit die meisten CoCo-Emittenten rekordstarke Bilanzen und eine Rentabilität vorzuweisen, die sich auf einem soliden Niveau stabilisiert hat“, so Björk.

Trotz guter Performance im ersten Quartal sind CoCos weiterhin attraktiv
"Wenngleich wir die Bankaktien weiterhin im Auge behalten, sind wir der Ansicht, dass CoCos im derzeitigen Tiefzinsumfeld einen gewichtigen Vorteil bieten, da die Profitabilität der Banken zwar locker ausreicht, um die Kupons zu bedienen und die Anleihen zurückzuzahlen, aber möglicherweise nicht genügt, um Aktienrückkäufe im großen Stil zu tätigen, was die Performance der Bankaktien weiterhin belasten könnte. Wir sind der Auffassung, dass ein geringes Wachstum und tiefe Zinsen die Kreditausfälle in einem Umfeld schwächeren Wachstums begrenzen und gleichzeitig die Nachfrage seitens der Investoren nach einem qualitativ guten und ertragsstarken Sektor wie dem CoCo-Markt weiterhin stärken dürfte. Aus diesem Grund erachten wir die Bewertungen trotz der starken Performance des CoCo-Markts im ersten Quartal nach wie vor als attraktiv.“ (kb)

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