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Clearbridge Investments sieht bei Infrastruktur hohe Ertragschancen

Institutionelle Infrastrukturinvestoren haben seit dem Corona-Crash die Chance, sich außerordentlich hohe Erträge zu sichern, meint Clearbridge Investments, eine Boutique von Legg Mason.

Matt Bushby, Head of Infrastructure Business Development bei Clearbridge Investments
Matt Bushby, Clearbridge Investments
© Clearbridge Investments

Die Pandemie hat die Aktienkurse von Infrastrukturunternehmen Achterbahn fahren lassen und damit institutionellen Investoren interessante Einstiegsgelegenheiten eröffnet. „Es fällt auf, wie unterschiedlich der Markt den Einfluss der Pandemie auf die Ertragserwartungen bewertet“, sagt Matt Bushby, Head of Infrastructure Business Development bei Clearbridge Investments. Für Investoren mit langem Atem bieten sich daraus attraktive Chancen.

„Wer das jeweilige Ertragsprofil eines Unternehmens versteht und die Folgen der Krise abschätzen kann, findet heute einige Marktanomalien vor, die sich zum Einstieg in Infrastruktur nutzen lassen“, sagt Bushby. Clearbridge analysiert dazu verschiedene Branchensegmente im Spiegel des lokalen Verlaufs der Pandemie und bewertet deren Aussichten vor dem Hintergrund des bestehenden Regulierungsrahmens.

Über Gebühr abgestraft
Auf diese Weise ließen sich während der vergangenen Monate einige vielversprechende Chancen identifizieren. „Unser Bewertungsmodell zeigte bereits im März, dass der Markt einige Titel, wie etwa das Mobilitätsunternehmen Getlink, zu Unrecht sehr stark abgestraft hatte. Dies war selbst bei sehr vorsichtigen Berechnungen offensichtlich. Inzwischen konnten Werte wie Getlink wieder bis zu fünfzig Prozent von ihren bisherigen Tiefs zulegen“, sagt Bushby.

Chancen entstehen bei Infrastruktur-Investments nach Ansicht Bushbys insbesondere dann, wenn sich Investoren von Benchmarks lösen. „Während einer Hochphase der Unsicherheit bieten sich beispielsweise stark regulierte Versorger an. Im späteren Verlauf können Positionen hin zu stärker BIP-exponierten Titeln übergewichtet werden. Deutet sich eine Erholung an, kann auch volumensensitive Infrastruktur, wie etwa Mautstraßen, Eisenbahnen oder Flughäfen, wieder interessant werden“, so Bushby.

Ein weiterer Vorteil von Infrastruktur-Investments sei die vergleichsweise hohe Liquidität im Sektor. So können Anleger sowohl innerhalb des Sektors zwischen unterschiedlichen Risikoprofilen wechseln oder auch Kapital aus anderen Branchen umschichten. „Börsennotierte Infrastrukturunternehmen haben für viele Investoren den Vorteil, dass sie aktuell wenig aussichtsreiche Titel innerhalb eines Portfolios ersetzen können. Die Sondersituation der Pandemie führt zudem dazu, dass die Chance auf außergewöhnliche Erträge im Sektor heute so groß ist, wie noch nie“, so Bushby abschließend. (aa)

 

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