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Chinesische Firmen wollen sich an russischen Energiefirmen beteiligen

Wie sich herausstellt, sind amerikanische Megabanken wie J.P. Morgan und Goldman Sachs nicht die einzigen, die notleidende russische Assets zu Spottpreisen aufkaufen, schreibt die Plattform "Zerohedge". Auch chinesische Banken sollen bald mitmischen und sich an russischen Energieriesen beteiligen.

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© Fauzi / stock.adobe.com

China erwägt den Kauf oder die Aufstockung von Anteilen an russischen Energie- und Rohstoffunternehmen wie dem Gasriesen Gazprom und dem Aluminiumhersteller United Co. Rusal International, wie Informanten Bloomberg News gegenüber berichten.

Gesprächsreigen
Peking befinde sich in Gesprächen mit seinen Staatsunternehmen, darunter China National Petroleum, China Petrochemical, Aluminum Corporation of China und China Minmetals über mögliche Investitionen in russische Unternehmen oder Assets, so die Informanten weiter. Jedes Geschäft würde dazu dienen, Chinas Importe zu steigern, da es sich verstärkt auf Energie- und Nahrungsmittelsicherheit konzentriert. Dies sei aber nicht als Zeichen der Unterstützung für Russlands Invasion in der Ukraine zubetrachten, sagten die Informanten. 

Die Gespräche befänden sich in einem frühen Stadium und würden nicht unbedingt zu einem Abkommen führen. Mehr wisse man nicht, da die Gespräche nicht öffentlich seien. Getrennten Quellen zufolge hätten bereits einige Gespräche zwischen chinesischen und russischen Energieunternehmen stattgefunden.

Peking will Versorgungssicherheit und keine astronomisch hohen Preise zahlen
Russlands Krieg in der Ukraine hat den Druck auf Peking erhöht, seine Importe zu sichern, da die Kosten für Energie, Metalle und Lebensmittel auf ein noch nie dagewesenes Niveau angestiegen sind. Aus Besorgnis über die Auswirkungen der steigenden Preise auf die Wirtschaft haben Chinas oberste Regierungsbeamte die Anweisung erteilt, der Sicherung der Rohstoffversorgung Priorität einzuräumen, wie Bloomberg letzte Woche berichtete. 

Business as usual zwischen China und Rissland trotz Kriegs in der Ukraine
China hat geschworen, die normalen Handelsbeziehungen mit Russland trotz der massiven Abwanderung europäischer und amerikanischer Unternehmen fortzusetzen. BP, Shell und Exxon Mobil überraschten die Energiebranche, indem sie sich von russischen Anlagen im Wert von Milliarden von US-Dollar trennten.

Unterdessen erklärte Chinas Außenminister Wang Yi Anfang der Woche, dass die Beziehungen zwischen China und Russland weiterhin "felsenfest" seien, auch wenn Peking seine Besorgnis über die zivilen Opfer zum Ausdruck brachte und Friedensgespräche zur Beendigung des Krieges forderte. Zu den aktuellen Energieinvestitionen Chinas in Russland gehören eine 20-prozentige Beteiligung von CNPC am Yamal LNG-Projekt und ein zehnprozentiger Anteil an Arctic LNG 2, während Cnooc ebenfalls zehn Prozentan Arctic hält.

Deals im Vorfeld der Olympiade 
Die Präsidenten Xi Jinping und Wladimir Putin hatten bereits im vergangenen Monat eine Reihe von Verträgen unterzeichnet, um die russischen Gas- und Öllieferungen sowie die Versorgung mit Weizen zu verbessern und die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu stärken. Gazprom und Rosneft gehörten zu den russischen Energieriesen, die beim Treffen der beiden Staatsoberhäupter in Peking im Vorfeld der Olympischen Winterspiele Vereinbarungen unterzeichneten.

Russlands Wendung gen Osten beschleunigt
Eine Investition Chinas könnte dazu beitragen, Moskaus Bemühungen um eine Beschleunigung des so genannten "Pivot to Asia" mit Öl- und Gaslieferungen zu untermauern. Die Power of Siberia-Pipeline hat bereits ab 2019 Gas nach China geleitet, und Gazprom führt bereits Gespräche mit China über eine weitere Route, die noch in diesem Jahr unterzeichnet werden könnte und die es dem Unternehmen ermöglichen würde, Treibstoff aus Gasfeldern zu liefern, die Europa versorgen.

Eine Investition Chinas könnte dazu beitragen, Moskaus Bemühungen um eine Beschleunigung seiner eigenen "Hinwendung zu Asien" zu untermauern, während es nach neuen Märkten für seine Energieprodukte sucht. China hat die Käufe russischer Energieprodukte in den letzten fünf Jahren auf fast 60 Milliarden US-Dollar verdoppelt, und die meisten Analysten erwarten, dass diese Zahl noch weiter steigen wird. (kb)

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