Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

China-Exposure: Warum Investoren ihre Allokationen überdenken sollten

Nach Ansicht von Lyxor Asset Management sei China als Kapitalmarkt zu groß, um es ignorieren oder es nur als Teil der Emerging-Markets-Tangente abzubilden. Als Lösung bieten sich eine Strategie an, die am leichtesten über einen speziellen ETF darstellbar ist.

8.jpg
© theaphotography / stock.adobe.com

Institutionelle Investoren sollten ihr China-Exposure über spezielle ETFs genauer steuern, meint Lyxor Asset Management. Immerhin gehört China mit dem zweitgrößten Aktienmarkt zu den wirtschaftlich einflussreichsten Ländern der Welt. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Kaufkraftparität (KKP) ist China die größte Volkswirtschaft der Welt – bis 2030 wird sie es auch am nominalen BIP sein. Vor diesem Hintergrund ist China aber bislang in international ausgerichteten Portfolios in der Regel oftmals untergewichtet. „China ist ein großer, ausgereifter und widerstandsfähiger Markt, der zu wichtig ist, um mit anderen Schwellenländern verwässert zu werden“, ist Chanchal Samadder, Head of Equities bei Lyxor ETF, überzeugt. „Unseres Erachtens ist es an der Zeit, dass Anleger ihren Ansatz zur Allokation von Schwellenländeraktien überdenken.“ 

Festlandaktien gewinnen an Bedeutung
Denn der Stellenwert von Chinaaktien verschiebt sich zusehends. Dies wird entsprechend von Indexanbietern reflektiert: So haben MSCI und FTSE Russell Festlandaktien aus China in ihre Referenzindizes aufgenommen, ebenso wie der S&P Dow Jones gegen Ende des vergangenen Jahres. „Viel mehr europäische Investoren investieren ihr Geld in chinesische Unternehmen wie die Technologiegiganten Baidu, Alibaba und Tencent, um vom Erfolg dieser Unternehmen zu profitieren“, so Samadder weiter.  

Emerging Markets und China nur gering gewichtet
Größe und weiteres Wachstum - anhand der Kausalitäten ergäbe sich die Frage dem Experten zufolge von selbst: Kann China überhaupt noch als „Emerging Market“ verstanden werden? Zur Erinnerung: "Emerging Markets" wurde 1981 als Begriff geprägt, als die Welt ganz anders aussah. Schon damals wurde eine Reihe heterogener Länder zusammengefasst, die bestimmte allgemeine Merkmale aufwiesen, zum Beispiel den Prozess der Marktreform. In den Emerging Market-Indizes gibt es heute noch sehr unterschiedliche Länder, von Wirtschaftsmächten wie China bis zu Ländern mit sehr unterschiedlichen Größen und Renditetreibern, wie Südafrika, Thailand und Mexiko.

Trotz eines bemerkenswerten Wachstums in Bezug auf BIP, Konsum und Bevölkerung ist der Anteil der Schwellenländer an der weltweiten streubesitzbereinigten Aktienmarktkapitalisierung mit 11,8 Prozent weiterhin niedrig.

Die Schwellenmärkte, insbesondere China und Indien – die Wachstumstreiber von Asien - bleiben unterinvestiert. „Die potenzielle langfristige Chance für Anleger ist zu groß, um sie zu ignorieren. Angesichts der Größe und der zunehmenden Bedeutung des chinesischen Marktes halten wir es für sinnvoll, China als eigenständige Allokation zu betrachten“, so Samadder.

Spezielle ETFs sind eine mögliche Lösung
Indexfonds können Investment-Überzeugungen laut Lyxor ETF auf saubere und einfache Weise Ausdruck verleihen. „Ein reiner Emerging Market-ETF lässt Anlegern die Wahl: Er spiegelt das Universum der Schwellenländer wider und schließt China vollständig aus. Das entspricht unserem Grundsatz, dass das Land nun als eigenständige Anlage betrachtet werden sollte“, so Samadder. Anleger können dadurch von den dynamischsten Entwicklungsländern weltweit profitieren und eine unabhängige Allokation in China vornehmen.

Ein weiterer Vorteil sei: Auf diese Weise kann das Engagement in China angepasst werden, ohne andere Schwellenländer kaufen oder verkaufen zu müssen. Auch die Kehrseite werde berücksichtigt: Eine solche Lösung gibt Anlegern ebenso die Möglichkeit, chinesische Aktien gezielt zu meiden.

„Egal, wie die persönliche Einschätzung zu China und den Schwellenländern für die Zukunft aussieht – es ist sinnvoll zu überdenken, wie und ob man in die asiatische Supermacht investieren möchte“, schließt Samadder. (aa)


Lyxor ETFs Heike Fürpaß-Peter hält am 13. Institutional Money Kongress (25. bis 26. März 2020 im Wiesbadener Congress Center) ein Gruppengespräch genau zu obigen Thema. Die Leiterin institutioneller Vertrieb Lyxor ETF Deutschland & Österreich diskutiert dabei mit Gruppengesprächs-Moderator Thomas Rosen, Manager Group Treasury bei der Peek & Cloppenburg KG in Düsseldorf, über die Vor- und Nachteile einer China-ETF-Strategie.

Interessiert? Nähere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie nachfolgend.

 

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren