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Chance für Antizykliker: extreme Überbewertung von Wachstumsaktien

Wachstumsaktien werden in der Regel ca. 80 Prozent höher bewertet als substanzstarke Value-Aktien. Dieser Bewertungsaufschlag schwankt jedoch im Zeitverlauf. Hohe Bewertungsaufschläge weisen auf eine Überbewertung von Wachstumsaktien und damit auf eine Unterbewertung im Value-Segment hin.

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"Wir berechnen den Bewertungsaufschlag von Wachstumsaktien aus einer gleichgewichteten Kombination aus KGV, KBV, KUV und Dividendenrendite für MSCI Indices verschiedener Regionen (Welt, Europa und Emerging Markets)", sagt Norbert Keimling, Hrad of Research bei StarCapital. 
© StarCapital

Betrachtet man den aktuellen Bewertungsaufschlag im Vergleich zu den historischen Mittelwerten, so zeigt sich nach den überproportionalen Wertzuwächsen von Growth-Titeln der letzten Jahre aktuell eine extreme Überbewertung im Wachstumssegment. Über alle Regionen hinweg war das Ausmaß der Überbewertung lediglich im Jahr 2000, unmittelbar vor dem Platzen der Dotcom-Blase und dem Beginn einer der valuestärksten Perioden überhaupt, höher als aktuell. Das zeigt die folgende Grafik.

Wie sich die Bilder gleichen 
Ob weltweit, in Europa oder dem Schwellenländern: Value ist extrem billig im Vergleich zu Growth.

Verkehrte Welt
Value ist damit aktuell nicht nur extrem attraktiv bewertet. Auch die technische Zyklik spricht für eine Comeback des Value-Investing. Seit 1929 verbuchten attraktiv bewertete Value-Aktien jährlich 4,4 Prozent höhere Wertzuwächse als hoch bewertete Wachstumsunternehmen.
In den letzten Jahren zeigte sich jedoch ein umgekehrtes Bild: Wachstumswerte legten überdurchschnittlich zu und attraktive Value-Unternehmen blieben allein in den letzten 5 Jahren jährlich knapp fünf  Prozent zurück.  Das visualisiert die nachstehende Grafik.

US-Value-Prämie nähert sich dem All-Time Low seit 1926
Betrachtet man Value versus Growth über rollierende Fünf-Jahres-Perioden, dann ist die Value-Underperformance der aktuellen Fünf-Jahres-Periode eine der größten. Seit 1929 verbuchten Value-Investoren nämlich nur in 14 von 1.055 monatlich rollierenden Fünf-Jahres-Perioden ähnliche oder noch größere Enttäuschungen.

Quelle: StarCapital

Eine antizyklische Gelegenheit?
"In allen vergleichbar enttäuschenden Value-Perioden folgten über die folgenden 5 Jahre jeweils zweistellige jährliche Value-Prämien. Das zeigen die roten Säulen im rechten Teil der obigen Grafik," hält Norbert Keimling fest. (kb)

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