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Challenge für Schwedens Banken in Anlageberatung, Vermögensverwaltung

Nach den Herausforderungen auf dem Hypothekenmarkt kämpfen Schwedens größte Banken nun mit einer neuen Roboter-Welle. Diesmal geht es um neue Konkurrenz in der Anlageberatung und Vermögensverwaltung.

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© zapp2photo / stock.adobe.com

Einer ihrer neuen Rivalen ist Optise, die im vergangenen Jahr begonnen hat, Privatanlegern über eine mobile App unabhängige Sparberatung, Fondsdaten und maßgeschneiderte Portfolios anzubieten. Die Gesellschaft, die sich selbst Opti nennt, ist in den Bereich Vermögensverwaltung expandiert, nachdem das Interesse von wohlhabenderen Schweden geweckt wurde, weiß Bloomberg News zu berichten. 

Weiterer Ertragsdruck für Schwedens Banken ante portas?
Dies könnte für die schwedischen Großbanken insofern problematisch werden, als Beratungsdienstleistungen und das Privatkundengeschäft in den letzten Jahren zu einer immer wichtigeren Einnahmequelle wurden. In Schwedens schnell wachsendem und profitablem Hypothekenmarkt drücken neue Marktteilnehmer wie Enkla und Stabelo bereits mit neuen Geschäfts- und Finanzierungsmodellen auf die Preise.

Mehrfrontenangriff
"Es besteht kein Zweifel, dass die traditionellen Banken an mehreren Fronten angegriffen werden", sagt Opti-Mitgründer und CEO Jonas Hombert in einem Interview mit Bloomberg News in der Firmenzentrale in Stockholm. "Neue Unternehmen schauen sich tendenziell die profitablen Teile wie Vermögensverwaltung und Hypothekenkredite an, was bedeutet, dass die Margen der Banken unter Beschuss stehen."

Großer, verlockender Markt für neue Marktteilnehmer
Hombert schätzt den gesamten schwedischen Markt für direkte private Ersparnisse wie Aktien, Betriebsrenten und Bankkonten auf etwa 4,5 Billionen Kronen (437 Milliarden Euro), von denen 800 Milliarden Kronen in Fonds stecken. Opti hat große Ambitionen, und peilt bei den Gesamtinvestitments über seine App innerhalb der nächsten 10 Jahre einen tausendfachen Anstieg auf 100 Milliarden Kronen an, was einem Marktanteil von etwa zwei Prozent entsprechen würde.

Hohe Wachstumsraten der neuen Mitbewerber
Derzeit werden rund 5 Milliarden Kronen an Fondsspargeldern über die App von Opti nach etwa 20.000 Downloads überwacht. Diese werden sich in diesem Jahr "absolut mindestens verdoppeln", sagt Hombert.

Tradtionsbanken nehmen den Kampf mit eigenen Robo-Beratern auf
Einige der größten nordischen Banken stoßen wie auch die neuen Konkurrenten in den digitalen Bereich vor. Die Nordea Bank hat Ende letzten Jahres den Robo-Berater Nora gestartet und Dänemarks Danske Bank hat einen ähnlichen Service namens June. Aber es gibt Risiken in diesem neuen Geschäftsfeld: Danske ist kürzlich von der dänischen Aufsichtsbehörde getadelt worden, weil sie nicht sichergestellt hat, dass June den Anlegerschutzvorschriften entspricht.

Maßgeschneidertes Portfolio
Bei einem Investment über die App von Opti werden den Kunden eine Reihe von Fragen zu ihren persönlichen Finanzen und Vorlieben gestellt, bevor ihnen leicht verständliche Beispiele gezeigt werden, was bei einem Markteinbruch oder einem Boom mit drei Portfoliotypen passieren würde. Der Algorithmus liefert dann ein maßgeschneidertes Portfolio vorgeschlagener Fonds mit einer Erläuterung der getroffenen Entscheidungen.

Opti ist unabhängige App
Opti kostet durchschnittlich 0,82 Prozent pro Jahr, etwas mehr als der Durchschnitt von 0,6 bis 0,7 Prozent in der Branche. Das liegt daran, dass Opti in den Portfolios teurere Vermögenswerte einbezieht, um Risiken auszugleichen, und alle verfügbaren schwedischen Fonds, einschließlich der teureren, anbietet. Die App ist unabhängig, da sie nicht von Banken oder Fondsgesellschaften bezahlt wird, erhält keine Vergünstigungen für ihre Empfehlungen und stellt keine eigenen Mittel zur Verfügung. (kb)

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