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CDP: 168 Großinvestoren fordern von Firmen Offenlegung von Umweltdaten

Das Carbon Disclosure Project (CDP) ist eine im Jahr 2000 in London gegründete Non-Profit-Organisation mit dem Ziel, dass Unternehmen und auch Kommunen ihre Umweltdaten veröffentlichen, etwa die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen und den Wasserverbrauch.

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© Bits and Splits / stock.adobe.com

168 Investoren aus 28 Ländern, darunter Union Investment, Amundi, Legal & General Investment Management und Schroders, fordern Unternehmen mit besonders hohen Auswirkungen auf die Umwelt dazu auf, künftig ihre Umweltdaten über CDP, die gemeinnützige Plattform zur Offenlegung solcher Daten, offenzulegen. Die Investoren repräsentieren ein verwaltetes Vermögen von 17 Billionen US-Dollar. Die 1320 angesprochenen Unternehmen haben eine weltweite Marktkapitalisierung von über 28 Billionen US-Dollar und stoßen zusammen schätzungsweise mehr als 4.700 Megatonnen Kohlendioxid-Äquivalent (CO2e) pro Jahr aus – das ist mehr der CO2-Ausstoß der gesamten Europäischen Union.

Standardisierten Fragebögen
Einmal jährlich erhebt das CDP im Namen von Investoren anhand von standardisierten Fragebögen auf freiwilliger Basis Daten und Informationen zu CO2-Emissionen, Klimarisiken und Reduktionszielen und -strategien von Unternehmen. Das CDP verwaltet die mittlerweile weltweit größte Datenbank ihrer Art.

Das Engagement der Investoren wird von der Non-Disclosure Campaign des CDP koordiniert, die darauf abzielt, die Umwelttransparenz von Unternehmen zu erhöhen, die ihre Umweltdaten entweder nie oder nicht mehr über das CDP offengelegt haben. Auf der Liste stehen deutsche Firmen wie Hellofresh, Fraport, TAG Immobilien und TLG Immobilien, aber auch globale Unternehmen wie Netflix, Alibaba Group, Rio Tinto und Prada.

Letztjährige Non-Disclosure-Kampagne führte zu der bisher höchsten Rücklaufquote
So hat sich die Zahl der Unternehmen, die ihre Daten offenlegen, gegenüber 2019 mehr als verdoppelt. Es zeigte sich auch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen seine Daten über das CDP offenlegt, doppelt so groß ist, wenn es direkt von Investoren dazu aufgefordert wird.

Ein Fünftel zieht zumindest teilweise blank
In diesem Jahr legt ein Fünftel (20 Prozent) der von den Investoren angesprochenen Unternehmen bereits über das CDP Daten zu einem der Berichtsfelder offen. Diese Unternehmen werden dennoch gezielt adressiert, weil sie noch keine Daten zu einem anderen, für sie als wesentlich identifizierten Thema offenlegen.

Die Mehrheit (58 Prozent) der Unternehmen wurde von Investoren ausgewählt, damit diese künftig ihre Auswirkungen auf den Klimawandel offenlegen. Fast ein Viertel (21 Prozent), darunter Prada und die Roche Holding, wurden aufgefordert, zu mindestens zwei der drei Themen – Klimawandel, Wälder oder Wassersicherheit – offenzulegen. (kb)

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