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CAT-Bonds: Rekorde bei Emissionen und Fondsvolumina

Eine Marktstudie zeigt, dass es 2021 bei Katastrophenanleihen (CAT Bonds) nicht nur Rekordemissionen gab, sondern auch den höchsten Anstieg an verwaltetem Kapital in UCITS-CAT-Bond-Fonds.

Dr. Dirk Schmelzer, Plenum Investments
Dirk Schmelzer, Plenum Investments
© Plenum

Das Emissionsvolumen von Katastrophenanleihen erreichte im Jahr 2021 mit knapp 14 Milliarden US-Dollar erneut ein Rekordniveau, berichtet die Schweizerische, auf Insurance-Linked-Securities spezialisierte Plenum Investments unter Berufung auf Daten des ILS-Informationsdienstes "Artemis".

Diese Entwicklung spiegelt sich Plenum zufolge eindrücklich im stark gestiegenen Wachstum verwalteter Vermögen von CAT-Bond-Fonds wider. Im Jahr 2021 ist das verwaltete Fondsvermögen (AuM) um 28 Prozent auf einen neuen Höchststand von 8,6 Milliarden US-Dollar gestiegen. In den letzten beiden Jahren sind die verwalteten Fondsvermögen sogar um 58 Prozent gewachsen.

Mehrere Faktoren verantwortlich
„Für das stark gestiegene Interesse bei CAT Bonds sind mehrere Faktoren verantwortlich“, erklärt Dirk Schmelzer, Partner und Senior Portfoliomanager bei Plenum Investments. „Zum einen sind CAT Bonds vor dem Hintergrund niedriger Zinsen und durch ihre besonders stabil niedrigen Korrelationseigenschaft zu herkömmlichen Finanzanlagen sehr attraktiv. Zum anderen profitieren CAT Bonds bei steigenden Zinsen von ihrer Floating-Eigenschaft, die angesichts des herausfordernden Inflationsszenarios zusätzliche Nachfrage erzeugt. Schlussendlich erscheinen CAT Bonds zunehmend auf dem Rader von ESG-Investoren, wenn es um das um das Thema Resilienz und Klimawandel geht“, so Schmelzer.

UCITS-Fonds gewinnen an Bedeutung
Das europäische UCITS-Format hat sich Plenum zufolge zu einer bedeutenden Struktur auf dem Markt für CAT Bond Fonds entwickelt. So decken UCITS-Fonds Ende 2021 ca. 24 Prozent der ausstehenden Naturkatastrophenrisiken im CAT-Bondmarkt. 2020 waren es noch ca. 20 Prozent.

Es sei Plenum zufolge davon auszugehen, dass der kapitalmarktbasierte Transfer von Versicherungsrisiken weiter wachsen wird. Abzulesen sei diese Entwicklung auch durch das Verhalten der klassischen Rückversicherer, die zunehmend neben ihrem traditionellen Rückversicherungsgeschäft vermehrt kapitalmarktgestützte Risikodeckung anbieten. (aa)

 

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