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Carmignacs Credit-Chef: Corporate-Bond-Markt wird sich aufteilen

Nachdem sich die Risikoaufschläge bei Unternehmensanleihen nach ihrer Ausweitung Ende 2018 in den ersten Wochen und Monaten des laufenden Jahres wieder einengten, stellt sich die Frage, wie es bei diesem Creditsegment weiter gehen könnte. Gefahr könnte von vielen Käufern dieser Anleihen drohen.

Pierre Verlé, Head of Credit bei Carmignac
Pierre Verlé, Head of Credit bei Carmignac Gestion
© Carmignac Gestion

Die Bewertungen von Corporate Bonds liegen derzeit wieder auf jenem Niveau, das die meiste Zeit über im vergangenen Jahr bestand. Damit haben Unternehmensanleihen seit Jahresanfang die Kursrückgänge des letzten Quartals 2018 wieder aufgeholt. Für Pierre Verlé, Head of Credit bei Carmignac, sind die Marktspreads sind relativ eng und dürften es auch bleiben. „Die Spreads spiegeln tendenziell immer die jeweils aktuellen Ausfallraten wider und diese steigen in der Tat (noch) nicht“, merkt Verlé an. Seiner Ansicht nach würden Risikoaversion und Dispersion größer werden, wenn der bereits sehr lange Kreditzyklus anhält. Er erwartet, dass sich das Credit-Segment zunehmend in als sicher und als riskant geltende Werte aufteilt. „Und wenn ein Emittent nicht mehr als risikofrei gilt, fallen die Kurse. Daraus können sich wiederum interessante Chancen ergeben.“

Institutionelle könnten über Indexfonds Krise verschärfen
Verlé weist darauf hin, dass sich die Struktur der Unternehmensanleihemärkte in den letzten Jahren stark gewandelt hat. Während zur Zeit der globalen Finanzkrise die Banken das Geschäft dominierten, wird das größte Kreditrisiko – meist in Form von ETFs oder benchmarkgebundenen Fonds – derzeit von der Käuferseite getragen (Pensionsfonds, Gemeinden, Stiftungen usw.). „Dadurch dürfte im nächsten Abwärtszyklus die Volatilität steigen“, warnt Verlé.

Gutes Händchen gefragt
In dieser späten Phase des Zyklus sollten die Unternehmensanleihen laut Verlé sehr sorgfältig und nach ihren jeweiligen Besonderheiten analysiert werden. Auf der anderen Seite sei das Umfeld für Bond-Picker günstig. Da die Dispersion so bleiben dürfte, wird sich das Gesamtrisikoprofil tendenziell nicht verändern.

„Deshalb bleiben wir vorsichtig und legen gewinnbringend in Marktbereichen an, wo die Kombination aus Risikoaversion und gesunkener Liquidität, spezifische Chancen für Anleger mit einem flexiblen Mandat bietet. Unabhängig davon, ob die Märkte bleiben, wie sie sind: Wir sind zuversichtlich, dass sich Performancetreiber herauskristallisieren. Hierzu zählen Carry, spezifische Gelegenheiten für Long- und Short-Positionen und Volatilitätsspitzen, die bessere Einstiegspunkte bieten“, erklärt Verlé abschließend. (aa)

 

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