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Carmignac: "Gold bleibt der große Gewinner"

Beim französischen Investmenthaus Carmignac sorgt man sich über die zügellose Fiskal- und Geldpolitik in der Coronakrise. Die Fondsprofis wollen sich mit Gold und Minenaktien gegen eine mögliche Instabilität des Währungssystems absichern.

Saint-Georges, Mitglied des Investmentkomitees bei dem französischen Fondsanbieter Carmignac
Saint-Georges, Mitglied des Investmentkomitees bei dem französischen Fondsanbieter Carmignac
© Christoph Hemmerich / FONDS professionell

Für Carmignac-Experte Didier Saint-Georges ist klar, welches Asset gestärkt aus der aktuellen Krise hervorgeht: "Der große Gewinner der momentanen Lage bleibt Gold", sagt er. Das ist seiner Einschätzung nach ausgerechnet den Maßnahmen gegen die Corona-Rezession zu verdanken. "Das Edelmetall profitiert von einem zunehmenden Misstrauen gegenüber Papiergeld, das zurzeit unverhohlen gedruckt wird, um die Staatshaushaltsdefizite zu finanzieren", sagt er. Saint-Georges, Mitglied des Investmentkomitees bei dem französischen Fondsanbieter, sieht eine Phase geldpolitischer Instabilität heraufziehen. Davon würden Sachwerte wie Gold profitieren.

Die Sorge über die Fiskal- und Geldpolitik und das Vertrauen in Gold als Stabilitätsanker haben dazu geführt, dass die Carmignac-Profis in ihren globalen Portfolios bedeutende Positionen in Goldminenaktien aufgebaut haben. Daneben konzentrieren sie sich auf der Aktienseite auf Unternehmen, die in einem Umfeld mit niedrigerem Wirtschaftswachstum überleben dürften, sowie Firmen, die voraussichtlich vom digitalen Wandel profitieren. Die Aussicht auf einen Neustart der Wirtschaft und die umfangreichen Konjunkturprogramme haben die Fondsprofis zudem bei Unternehmen zugreifen lassen, deren Geschäft durch die Pandemie vorübergehend stillstand – etwa Firmen aus der Touristikbranche.

Vorsicht bei Schwellenländer-Bonds
Im Rentensegment setzt man bei Carmignac auf US-Papiere mit kurzen Laufzeiten, auf europäische Langläufer mit Investment-Grade-Rating, auf Zinspapiere aus der Finanzbranche sowie auf Schuldtitel von Unternehmen, deren Bewertungen übertrieben stark unter dem Corona-Crash gelitten haben. "Bei Staatsanleihen bevorzugen wir weiterhin Länder, deren Zentralbanken noch etwas Handlungsspielraum haben, was beispielsweise in den USA der Fall ist", erklärt Saint-Georges.

Bei Anleihen aus Schwellenländern rät der Anlageexperte weiterhin zur Vorsicht. Die Carmignac-Profis finden allerdings zugleich Fremdwährungsanleihen attraktiv, die solide Renditen bieten – etwa solche aus Rumänien, das vom europäischen Wiederaufbaufonds profitieren dürfte. (fp)

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