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Capital Group zu US-Aktien: Die richtige Auswahl macht's!

Da der Aufschwung in den USA schon lange anhält, stellt sich die Frage, wie es weitergeht. Sollten Investoren weiterhin auf die Assetklasse setzen oder ist sie aufgrund ihrer recht hohen Bewertungen unattraktiv geworden? Im Outlook der Capital Group finden sich Antworten.

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© marklt / Fotolia

Nach der internationalen Finanzkrise legte der US-Aktienmarkt deutlich zu: Im Jahr 2012 hatte er seinen Höchststand von vor der Finanzkrise wieder erreicht und konnte diesen bis heute sogar verdoppeln. Folglich sind die Bewertungen amerikanischer Aktien stark gestiegen. Grund für die gute Performance der US-Aktien war vor allem die gute Konjunktur in den USA. Nachdem der Aufschwung der US-Wirtschaft nun seit über 100 Monaten anhält, rechnen manche Beobachter allerdings mit einer Wende. Den Experten von Capital Group zufolge, befindet sich die US-Wirtschaft aber mittlerweile in einem selbsttragenden Gleichgewicht: Der Arbeitsmarkt ist stabil, das Verbrauchervertrauen steigt und die Einzelhandelsumsätze nehmen zu. So lag die Arbeitslosenquote im Oktober beispielsweise bei 4,1 Prozent – und somit auf dem tiefsten Stand seit 17 Jahren. Der bislang mäßige Lohnanstieg und die gedämpfte Inflation, dürften sich den Experten zufolge in diesem Jahr verbessern. Grund für diese Annahme sind die Belebung des Arbeitsmarktes und die stärkere Konjunktur.

Hoher Konsum und moderate Inflation dürften den Aufschwung verlängern

Weitere Faktoren, die die US-Wirtschaft stützen dürften, sind die im dritten Quartal annualisiert um 8,3 Prozent gestiegenen Verbraucherausgaben für langlebige Güter, die um 7,4 Prozent gestiegenen Investitionen, die um 5,8 Prozent gestiegenen Unternehmensgewinne, sowie die Aussicht auf eine niedrige Unternehmens- und Einkommenssteuer. Auch Hilda Applbaum, Portfoliomanagerin bei Capital Group, ist mit Blick auf die US-Konjunktur positiv gestimmt: „Die US-Wirtschaft kommt gut voran. Ich sehe kaum Grund zur Sorge, einmal abgesehen von den hohen Aktienbewertungen.“ Gleichzeitig rät sie: „Seit fast zehn Jahren steigen die Kurse jetzt, sodass die Einzelwertauswahl meiner Ansicht nach immer wichtiger wird.“ Interessant könnten in Hinblick auf die hohen Konsumausgaben und steigenden Löhne insbesondere Unternehmen aus der Konsumgüterbranche werden – so beispielsweise der Baumarkt „The Home Depot“ oder der Online-Einzelhändler „Amazon“. 

Energiewerte und Finanzwerte bieten weiteres Potential 

Aber auch Finanzinstitute wie „J.P. Morgan Chase“, „Wells Fargo“ oder die Regionalbank „PNC Financial Services“ könnten Vorteile aus dem steigenden Konsum ziehen, da dieser gemeinsam mit der Aussicht auf steigende Zinsen, eine höhere Kreditnachfrage hervorrufen könnte. Greg Johnson, Portfoliomanager bei Capital Group, ist aufgrund des aktuellen Kursniveaus in den USA bereits vorsichtiger geworden und meint, dass Finanzunternehmen zu den Marktsegmenten gehören, die unruhigen Zeiten oft mehr entgegenzusetzen hätten. „Der Finanzsektor hat seine Kapitaldecke deutlich gestärkt und Kredite nur sehr zurückhaltend vergeben. Außerdem profitiert er von der Zinsentwicklung“, so Johnson.

Selektivität ist das A und O

Ein weiterer Bereich in dem die Investmentspezialisten von Capital Group Potential sehen, sind Energieunternehmen. Sie notieren aktuell erst auf ihrem Stand von 2007. Da aber nicht alle Unternehmen gleichermaßen erfolgreich sein dürften, sind Fundamentalanalysen wichtig, um mögliche Gewinner auszumachen. (kb)

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