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Capital Group: Warum aktive Manager bei diesem Segment im Vorteil sind

Passive Strategien bieten zwar kostengünstige Einstiege in das Segment Lokalwährungsschwellenländeranleihen, mit aktiven, researchbasierten Ansätzen lassen sich hingegen in volatilen Zeiten Positionen zu attraktiven Bewertungen aufbauen, meint die Capital Group.

Peter Becker, Fixed Income Investment Director bei der Capital Group
Peter Becker, Fixed Income Investment Director bei der Capital Group
© Capital Group

Das Volumen von Lokalwährungsstaatsanleihen betrug zuletzt einen hohen, einstelligen Billionen-US-Dollar-Betrag. Die Tendenz steigt, da mehr Regierungen ihre Staatsanleihen in lokaler Währung begeben. Die Auswahlmöglichkeit innerhalb dieses Segments sei laut Peter Becker, Fixed Income Investment Director bei Capital Group, folglich heute sehr umfangreich und passive Strategien bieten kostengünstige Einstiege. Aus dem Gesamtuniversum der EM-Lokalwährungsanleihen schließen passive Lösungen aber nahezu 90 Prozent der Titel aus. „Aktive Manager können mittels Fundamentalanalysen dahingegen auch lohnende Investments außerhalb der Benchmark identifizieren. Zudem erfüllen sie die administrativen Voraussetzungen, um an bestimmten Märkten anzulegen“, betont Becker.

Covid-19-Virus hat Folgen
Durch den Ausbruch des Coronavirus wird sich laut Becker das globale Wirtschaftswachstum in naher Zukunft verlangsamen und das hat direkte Auswirkungen auf Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern. Viele Länder sind bzw. werden direkt betroffen sein, andere indirekt durch zurückgehenden Handel, einbrechenden Tourismus oder sich ändernde Rohstoffpreise. „Insgesamt versuchen die Zentralbanken, die Auswirkungen auf die Anlageklasse mit verschiedenen Maßnahmen abzumildern“, erklärt Becker. Positiv für ein aktives Engagement im EMD-Bereich sei, dass beispielsweise niedrigere Ölpreise ganz unterschiedliche Auswirkungen auf Emerging Markets haben. Während Exporteure wie der Oman oder Angola negativ betroffen sind, könnten Sri Lanka oder Südafrika von den niedrigeren Preisen profitieren.

Frontiermärkte zur Diversifikation nutzen
„Nutzen Investoren die Vielzahl der Anlagemöglichkeiten des Lokalwährungsmarktes, können sie volatilen Phasen, wie der etwa der aktuellen, besser entgehen“, argumentiert Becker für eine aktive Herangehensweise bei EMD. Zwar gelten Emerging-Market-Anleihen oft als homogene Assetklasse, die Zinszyklen der einzelnen Notenbanken sind jedoch keinesfalls synchron: Niveau und Entwicklung der Leitzinsen unterscheiden sich zum Teil stark.

Ein Tool zur Diversifikation bieten Engagements in Frontiermärkte. „Diese sind jedoch aus den meisten Lokalwährungsindizes ausgeschlossen, da Investments in sie schwieriger sind. Außerdem gibt es in Frontiermärkten zusätzliche Risiken: Es fehlen inländische Pensionsfonds, funktionierende Finanzmarktinfrastrukturen und aufsichtsrechtlicher Schutz. Sowohl dem erschwerten Zugang als auch den zusätzlichen Risiken können aktive Manager mit einem researchorientierten Investmentansatz begegnen und gezielt entscheiden, ob eine Anlage trotzdem attraktiv ist“, erklärt Becker.

In unruhigen Marktgegebenheiten agieren
Ein weiterer Erfolgsfaktor für Erträge von Lokalwährungsanleihen sind Becker zufolge das Durations- und das Währungsrisiko. Aktive Ansätze können diese weitestgehend voneinander trennen. So können sie von Währungsaufwertungen profitieren, das Währungsengagement steuern und einer möglichen Abwertung entgehen. „Insgesamt gibt es also gute Gründe für Investments in Lokalwährungsanleihen und gerade ein aktiver Managementansatz kann in dem wechselhaften Marktumfeld überlegen sein und die Möglichkeiten der Märkte besser ausschöpfen“, betont Becker abschließend. (aa)

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