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"Buy low, sell high" - geht das am Ende gar einfacher als gedacht?

Vermutlich gibt es keine Börsenweisheit, die besser auf den Punkt bringt, worum es an den Kapitalmärkten geht, als „Buy low, sell high.“ Jetzt müsste man nur noch wissen, wann die Kurse tief und wann sie hoch sind. Das ist gar nicht so schwer herauszufinden, sagt Reinhard Panse, CIO von HQ Trust.

Reinhard Panse, CIO von HQ Trust
Reinhard Panse sagt: "Langfristige Prognosemodelle, wie der Aktienanteil am Vermögen der Amerikaner, weisen auf künftige US-Aktienerträge von rund sieben Prozent pro Jahr hin."
© HQ Trust

Für seine Analyse hat der Chefanlagestratege des Multi Family Offices HQ Trust den Anteil von Aktien in den Portfolios von US-Anlegern und die Performance des S&P 500 Index in den danach folgenden zehn Jahren miteinander verglichen. 

Langfristperformance von US-Aktien kann man sehr gut schätzen
"Wenn die Anleger Aktien lieben, ist die Erwartung für die kommenden zehn Jahre ausgesprochen mau", sagt Panse. "Im Jahr 2000 etwa war der Anteil der Aktien in den US-Depots außergewöhnlich hoch: Er lag bei mehr als 50 Prozent. Prompt folgte eine Dekade, in der mit Aktien nicht viel zu holen war. Wenn die Investoren gerade keine Aktien haben wollen, lohnt der Einstieg: Anleger können in den Folgejahren hohe Renditen einfahren."

Aktienanteil US-Investoren versus S&P-Ertrag in 10 Jahren

"1990 etwa lag der Anteil von Aktien in den Portfolios lediglich bei rund 20 Prozent", beobachtete Panse. "Dafür betrug die Performance in der Dekade danach mehr als 20 Prozent p.a.“

Und wie sieht es aktuell aus?
Derzeit seien die Anleger nicht übermäßig optimistisch gestimmt, hält der CIO von HQ Trust fest. "Eine Performance zwischen 5 und 10 Prozent pro Jahr erscheint in der kommenden Dekade ausgesprochen realistisch, obwohl der Aktienmarkt nicht mehr niedrig bewertet ist."

Sieben Prozent Rendite pro Jahr ist langfristig ein gutes Ergebnis
Diese Art von Modellen funktioniert so gut, weil sich viele Anleger nicht für die langfristige Geldanlage interessieren, sondern auf den schnellen Euro und die nächsten Quartalszahlen schauen. Panse: "Langfristig sieben Prozent pro Jahr zu verdienen, ist manchen Investoren zu langweilig. Aber so wird langfristig Geld verdient." (kb)

 

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