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Bundesbankchef warnt vor Zins-Zaudern, rät zu ‘Front-Loading’

Joachim Nagel will die Inflation mit entschlossenen Zinsschritten bekämpfen und damit die einhergehenden Belastungen für Wirtschaft und Bürger unterm Strich niedrig halten. Daher sei ‘Front-Loading’ angebracht.

Joachim Nagel
Joachim Nagel, Bundesbankpräsident
© Frank Rumpenhorst

Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat davor gewarnt, aus Angst vor einer wirtschaftlichen Verlangsamung die Bekämpfung der Inflation mittels Zinserhöhungen hintanzustellen. Das Risiko des Zögerns sei, dass eine verspätete Reaktion noch gravierendere Schritte erfordern würde, so Nagel. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

‘Front-Loading’ spart Kosten
“Weitere Zinsschritte sollten wir aus Furcht vor einer möglichen Rezession nicht hinauszögern”, sagte Nagel laut Redetext am Dienstagabend in Berlin. “Empirische Ergebnisse stützen dieses Vorgehen. Demnach zeigen die Daten aus einer Reihe von Ländern, dass ein ‘Front-Loading’, also ein Vorziehen von Zinsschritten, das Risiko eines schmerzhaften Konjunktureinbruchs verringert.”

Nagels Bemerkungen schließen an Kommentare seines niederländischen Amtskollegen Klaas Knot und des slowenischen Gouverneurs Bostjan Vasle vom Dienstag an. Der Rat der Europäischen Zentralbank trifft sich kommende Woche um über die weitere Zinspolitik in der Eurozone zu entscheiden. Knot forderte eine rasche Normalisierung der Zinssätze, während Vasle sagte, der nächste Zinsschritt könnte größer als ein halber Prozentpunkt sein.

Auf die Debatte, ob am nächsten Donnerstag eine Anhebung um 75 Basispunkte fällig sei, ließ sich Nagel in seiner Rede nicht ein. Er sagte nur, dass er die Entscheidung Anfang Juli unterstützt hatte, um 50 statt die weithin erwarteten 25 Basispunkte zu erhöhen, weil ein größerer Schritt das Risiko minimiere, dass die Inflationserwartungen außer Kontrolle geraten.

Höhere Inflationserwartungen bremsen
“Insgesamt gilt, je länger die Inflation hoch bleibt, desto höher ist das Risiko, dass sich die Inflationsdynamik und auch die Inflationserwartungen in der mittleren Frist auf hohem Niveau verfestigen”, so Nagel. “Um eine Entankerung der Inflationserwartungen zu verhindern, sollte das Eurosystem Zweifel an seiner Entschlossenheit beim Kampf gegen die Inflation daher gar nicht erst aufkommen lassen.”

Nagel bekräftigte, dass es derzeit unklar ist, wie hoch die Zinsen letztendlich steigen müssen. Das Tempo künftiger Schritte werde von der Entwicklung der Preisaussichten abhängen. (aa)

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