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Büromärkte: Handelsvolumen bricht um mehr als die Hälfte ein

Anders als von vielen Branchenexperten zunächst erhofft, schlagen die Auswirkungen der Corona-Pandemie im zweiten Quartal nun doch durch und sorgen für einen drastischen Rückgang des Umsatzvolumens im weltweiten Bürovermietungsmarkt.

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© Syda Productions / stock.adobe.com

Der weltweite Umsatz von Büroflächen ist durch die Corona-Pandemie stark beeinträchtigt worden. Während im ersten Quartal ein Rückgang von rund 23 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahrs zu Buche stand, der bereits zum Teil auf Corona zurückzuführen war, sind es im zweiten Quartal 59 Prozent. Das ermittelte das Immobilien-Beratungsunternehmen JLL, das darin einen stärkeren Rückgang gegenüber dem Vorjahr sieht als in jedem Drei-Monats-Zeitraum während der globalen Finanzkrise 2008 und 2009.

"Für Büronutzer steht aktuell die Kostenkontrolle im Fokus", sagt Hela Hinrichs, Research-Expertin bei JLL. Anmietungsentscheidungen seien vielfach verschoben oder auf Eis gelegt worden. Verschiedene Varianten des Remote-Workings einerseits und veränderte Flächenerfordernisse aufgrund der Hygiene-Abstandsregeln andererseits würden allerdings die Einschätzung des zukünftigen Flächenbedarfs erschweren. Besichtigungsaktivitäten seien während des Lockdowns praktisch zum Erliegen gekommen, sagt Hinrichs.

Rückläufige Mieten
Erstmals seit Ende 2012 ist auch bei der Entwicklung der weltweiten Mietpreise ein Rückgang zu verzeichnen. Sie liegen im Durchschnitt um 1,2 Prozent unter denen des Vorquartals. "Mancherorts sind jedoch bereits erste positive Zeichen der Erholung zu erkennen, zum Beispiel auf dem chinesischen Festland auf Grund der Aufhebung der Quarantänemaßnahmen", so Hinrichs.

Insgesamt, so die Einschätzung von JLL, dürfte sich die Verhandlungsposition der Mieter verbessern, was zu einer gewissen Erholung des Umsatzvolumens im dritten und vor allem im vierten Quartal beitragen würde. (tw)

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