Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Märkte

| Märkte
twitterlinkedInXING

Brüsseler Bedenken verzögern wohl die Rettung der Lufthansa

Das geplante neun Milliarden Euro schwere Rettungspaket für die Deutsche Lufthansa wird informierten Kreisen zufolge durch Verhandlungen verzögert, die sicherstellen sollen, dass die auf den Weg gebrachten Maßnahmen auch schnell von der EU genehmigt werden.

1106_daimg_7171.tif1.jpg
© Lufthansa

Unter anderem geht es darum, wann Deutschland wieder aus einer Direktbeteiligung an der Fluggesellschaft aussteigen wird, wie eine der unterrichteten Personen Bloomberg gegenüber  äußerte. In Bezug auf die Rückzahlung des geplanten Milliardenkredits hatte "Bild am Sonntag" berichtet, dies sei erst Ende erst Ende 2023 vorgesehen. Ein vergangene Woche nach wochenlangen Verhandlungen erzielter Kompromiss sieht vor, dass die Bundesrepublik größter Aktionär des Konzerns wird. Berlin wollte der Lufthansa eigentlich am Wochenende ein offizielles Angebot unterbreiten. Wie zu hören war, führten Gespräche zwischen Bundesregierung, Konzern-Management und EU-Kommission aber zu Verzögerungen.

Aufsichtsratssitzung verschoben 
Das berichtete das "Handelsblatt". Eine Lösung zeichnet sich nach Angaben der Zeitung im Hinblick auf die Airbus-Bestellungen ab. Berlin wollte die Lufthansa eigentlich verpflichten, alle bei einem europäischen Hersteller – womit nur Airbus gemeint sein kann – bestellten Flugzeuge auch abzunehmen. Mittlerweile sei diese Forderung nun deutlich weicher formuliert worden, so das Handelsblatt weiter.

Bunter Reigen: Kredit, stille und Direkt-Beteiligung sowie Wandelanleihe
Das geplante Hilfspaket soll einen Kredit über drei Milliarden Euro, eine so genannte stille Beteiligung sowie eine Direktbeteiligung des Staates von 20 Prozent umfassen. Ebenso geplant ist eine Wandelanleihe im Wert von fünf Prozent plus einer Lufthansa-Aktie. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte in einem Interview am Samstag, Teil des Plans müsse eine Ausstiegsstrategie sein.

Brüssel: Hilfen verzerren 
Die Kommission zeigte sich in den vergangenen Wochen besorgt im Bezug auf die Gefahr, Ungleichgewichte bei den Corona-Hilfen der einzelnen Mitgliedsstaaten könnten den Wettbewerb auf dem Binnenmarkt verzerren. Auf Deutschland entfallen mehr als die Hälfte der 1,95 Billionen Euro an Corona-Hilfen, die von der EU genehmigt wurden. (kb)

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren