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Bringt der April die Trendwende?

Ob der kommende Monat an den Aktienmärkten den Turnaround und damit steigende Kurse bringen könnte, untersucht sentix anhand saisonaler Kursverläufe. Vor allem ein Sektor, der zuletzt stark abgestraft wurde, neigt im April steigende Kurse aufzuweisen.

Manfred Hübner, sentix
Manfred Hübner, sentix
© sentix

Der April steht laut sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner an den Aktienmärkten unter einem deutlich besseren Stern als der März. Die Kraft bezog - zumindest bislang - der Aktienmarkt dabei aus den Dividenden, die bis Ende Mai normalerweise in Europa reichlich fließen. Doch wie sehr trägt dieses Argument 2020, wo viele Unternehmen absehbar Dividenden kürzen müssen bzw. die notwendigen Aktionärsversammlungen gar nicht stattfinden können?

Bislang folgen laut Hübner Aktien, trotz der erheblichen März-Abschläge, noch ihrem saisonalen Muster – nur leider negativ „gehebelt“. "Dennoch begünstigt dies die Erwartung auf einen Rebound der Preise in den nächsten 20 Handelstagen, wie dies auch in den wöchentlichen sentix-Daten angelegt ist", erklärt Hübner mit Verweis auf nachfolgende Grafik.

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Man sollte sich aber laut Hübner nicht der Illusion hingeben, dass der Aufschwung so stark werden kann, dass der Aktienmarkt die Verluste komplett ausgleichen oder gar – wie im Saisonmuster angelegt – ein neues Jahreshoch erreichen könnte. "Eine 50prozentige-Korrektur wäre wohl bereits ein großer Erfolg", erklärt der sentix-Chef.

Ölaktien aus taktischer Sicht interessant
Ein Marktsegment, welches in den letzten Wochen erheblich negativ betroffen war, ist der Öl-Sektor. Der Streit um Förderquoten zwischen Saudi-Arabien und Russland hat zu einem massiven Preisverfall bei Öl geführt. Dieser ist saison-untypisch. Denn eigentlich gelten die Monate Februar bis Mai als gute Monate für den Ölpreis.

Umso interessanter sei laut Hübner, dass auch die Ölaktien bislang ihrem saisonalen Muster treu geblieben sind. Zwar waren auch hier die Abschläge im März ungewöhnlich stark, aber eben nicht ungewöhnlich. Dies lässt auch für diesen Sektor eine Kurserholung in den nächsten Tagen / Wochen erwarten.

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Menschen gewöhnen sich an vieles
Nachdem das Corona-Virus das öffentliche Leben nahezu vollständig lahmgelegt hat, dürften sich Hübner zufolge Menschen und Anleger an diesen neuen Zustand „gewöhnen“. Nicht nur das Leben, auch die Volatilität an den Märkten könnte sich (hoffentlich) etwas entschleunigen.

Das „Gefühl nachlassenden Schmerz“ dürfte dabei die Triebfeder für eine gewisse Kurserholung bei Aktien darstellen. "Ob daraus mehr werden kann, entscheidet sich an der Frage, ob und wie schnell Kollateralschäden in der Wirtschaft gemeldet werden, die nicht durch staatliche Interventionen beseitigt werden können. Nach Ostern bricht dann die nächste Phase in der Bewältigung der Krise an. Dann kommt der Lackmustest für die Hoffnungs-Rallye“, erklärt Hübner abschließend. (aa)

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