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Bridgewater hat milliardenschwere Shorts gegen europäische Aktien

Die Hedgefondsgesellschaft hat Leerverkaufspositionen in Höhe von 5,7 Milliarden Dollar (5,4 Milliarden Euro) gegen europäische Aktien in ihren Büchern.

Ray Dalio
Ray Dalio, Bridgewater Associates
© Al Drago / Bloomberg

Ray Dalios Bridgewater Associates hat sich zum größten Leerverkäufer europäischer Aktien entwickelt und mehr als 5,7 Milliarden Dollar (5,4 Milliarden Euro) gegen sie gewettet, um von einem möglichen Abverkauf zu profitieren, berichtet "Bloomberg News".

Short-Exposure bei ASML und TotalEnergies
Die Anlagen des weltgrößten Hedgefonds umfassen eine Position in Höhe von einmer Milliarde Dollar gegen den Halbleiterhersteller ASML Holding und eine Short-Wette auf TotalEnergies im Wert von 752 Millionen Dollar, wie aus Daten auf der Grundlage von Zulassungsunterlagen hervorgeht, die von Bloomberg zusammengestellt wurden. Das Unternehmen hat seine Short-Positionen in der Region in diesem Monat auf 18 Unternehmen erhöht.

Leerverkaufspositionen werden aufgebaut, indem geliehene Aktien verkauft werden. Die Titel sollen dann zu niedrigeren Werten zurückgekauft werden, wobei die Differenz als Gewinn eingestrichen wird. Für Hedgefonds ist dies ein nützliches Instrument, da Aktien weltweit unter dem Druck steigender Zinssätze und der Inflation in einen Bärenmarkt geraten sind.

Es ist laut Bloomberg News nicht klar, ob die Wetten auf einen reinen Gewinn aus sinkenden Aktienkursen abzielen oder Teil einer umfassenderen Absicherungsstrategie des Unternehmens sind, das quantitative Modelle für seine Investitionen verwendet. Die Gesamtsumme der Short-Positionen könnte sogar noch höher sein, da die Wertpapierfirmen nicht verpflichtet sind, kleinere Wetten offenzulegen. Bridgewater, das ein Vermögen von rund 150 Milliarden Dollar verwaltet, ist gemessen am Wert seiner Positionen der größte Leerverkäufer in Europa.

"Schlummerzustand" zu Ende
Greg Jensen, Co-Chief Investment Officer von Bridgewater, lehnte es ab, sich speziell zu den Wetten zu äußern, sagte jedoch in einem Bloomberg TV-Interview, dass der “Schlummerzustand” zuende gehe, der durch die ständige Liquiditätszufuhr der Zentralbanken entstanden ist. Die Anpassungen seien zwar abrupt, aber gering im Vergleich zu der durch die quantitative Lockerung ausgelösten Rally der letzten zehn Jahre. 

“In Europa und in den USA gibt es immer noch sehr große Bewegungen bei den Finanzanlagen”, sagte Jensen. “Und genau das sehen wir, und unsere Positionen dienen im Wesentlichen dazu, uns vor dieser Art von Umfeld zu schützen.”

Gegen Inflation positionieren
Dalio sagte in einem Interview mit der Zeitung La Repubblica, das am Donnerstag veröffentlicht wurde, dass er Vermögenswerte kauft, die Schutz vor Inflation bieten, während er sich von Schuldtiteln und Ländern fernhält, bei denen die Gefahr von innenpolitischen Unruhen oder internationalen Kriegen besteht.

Leerverkäufe von Aktien sind eine bewährte Strategie für Bridgewater. Eine 14-Milliarden-Dollar-Wette gegen europäische Unternehmen im Jahr 2020 beinhaltete ebenfalls eine Leerverkaufsposition gegen ASML. 2018 erregte das Unternehmen Aufmerksamkeit mit einer 22-Milliarden-Dollar-Wette gegen europäische Aktien. (aa)

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