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Bridgewater Associates: Mastermind Ray Dalio setzt auf künstliche Intelligenz

Der weltgrößte Hedgefondsmanager Bridgewater Associates unter Leitung seines Gründers Ray Dalio (Bild) mit Assets von 165 Milliarden US-Dollar startet demnächst mit einer neuen Einheit von sechs Fachleuten, die einen Computer-Handelsalgorithmus auf Basis historischer Daten und statistischer Wahrscheinlichkeiten entwickeln werden. Das Programm soll lernfähig sein, sich an neue Information adaptieren und im Gegensatz zu anderen nicht statischen Instruktionen folgen.
 
Künstliche Intelligenz als Megatrend
 
Wie Bloomberg in Erfahrung brachte, wird das Team an David Ferrucci berichten, der seit Ende 2012 bei Bridgewater ist und zuvor Leiter des Ingenieur-Teams bei IBM war, das das Computerprogramm Watson entwickelte, welches bei der TV-Quiz-Show “Jeopardy!” die menschlichen Konkurrenten aus dem Feld schlug.
 
Quantitativ orientierte Investmentgesellschaften wie die 24 Milliarden US-Dollar schwere Two Sigma Investments und die 25 Milliarden US-Dollar verwaltende Renaissance Technologies stellen alle verstärkte Programmierer und Ingenieure an, um ihre Mitarbeiterbasis in Bezug auf die Entwicklung künstlicher Intelligenz aufzustocken, Lernfähige Computerprogramme gäben Hedgefonds einen Konkurrenzvorteil gerade in Märkten, die nicht mehr billig seien, meinte etwa Gustavo Dolfino, CEO des Personalvermittlers WhiteRock Group. Lernfähige Algorithmen zu entwickeln, sei der neue Investmenttrend für die nächsten 20 Jahre, und die smartesten Firmen würden sich hierauf fokussieren, so Dolfino.
 
Brain Drain
 
Wissenschaftler, die mit Daten arbeiten, haben seit geraumer Zeit ihre angestammten Industrien verlassen, um für eine saftige Gehaltserhöhung bei Hedgefonds anzuheuern, weiß Dolfino. Quant-Firmen haben letztes Jahr gut verdient, indem sie Preisdiskrepanzen zwischen verschiedenen Märkten ausnutzen, am sinkenden Ölpreis verdienten und Staatsanleihen in die Bücher nahmen, die die Händler nicht angreifen wollten.
 
Bridgewater gut unterwegs
 
2015 hat Bridgewaters Performance die meisten Konkurrenten bis dato aus dem Feld geschlagen. Der Pure Alpha II Fonds stieg um 8,3 Prozent im Januar, während Makro-Fonds im Schnitt gerade einmal trotz Staatsanleihenrallye und Ölpreisverfall ein Monatsplus von 1,1 Prozent erwirtschafteten. Pure Alpha II überzeugt im Langfristvergleich mit 13 Prozent Ertrag pro Jahr seit Auflage 1991.
 
Aufholprozess
 
Bridgewater scheint mit diesem Schritt gegenüber Renaissance und Two Sigma aufholen zu wollen, haben deren Gründer doch eine Historie bei der Konstruktion von Algorithmen aufzuweisen. Bob Mercer und Peter Brown entwickelten Spracherkennungsprogramme bei IBM, bevor sie Co-CEOs von Renaissance wurden, jener Hedgefonds-Firma, die Jim Simons 1982 gründete. Bevor John Overdeck und David Siegel gemeinsam die in New York ansässige Two Sigma 2001 gründeten, machte Siegel seinen PhD in Computer Science am MIT (Massachusetts Institute of Technology), wo er am Laboratorium für künstliche Intelligenz studierte. (kb)
 
 
 
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