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Bond Strategie: Wie J.P. Morgan Covid-Risiken managt

Laut den Investmentbankern befinden wir uns eindeutig in einer erneuten – wenn auch potenziell weniger tödlichen – Infektionswelle. Welche Auswirkungen das auf die Bond-Strategie des Hauses hat und wie die Duration in einem solchen Umfeld gemanagt werden kann.

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Die Covid-Risiken haben sich verändert – das hat auch Einfluss auf potenzielle Bond-Strategien.
© blvdone / stock.adobe.com

Während die Covid-19-Delta-Variante mittlerweile weit verbreitet ist, bleiben die regionalen Fundamentaldaten vorerst uneinheitlich. In Großbritannien sind die täglich neu bestätigten Covid-19-Fälle "zuletzt rapide gestiegen", wie JP Morgan in seinem aktuellen Bond Bulletin schreibt. "die jüngsten Daten verzeichnen einen gleitenden 7-Tage-Durchschnitt von über 16.000 bestätigten Fällen (Ende Mai waren es knapp über 3.000). Obwohl der Höchststand von fast 60.000 täglich bestätigten Fällen im Januar 2021 damit nicht annähernd erreicht ist, befinden wir uns eindeutig in einer erneuten – wenn auch potenziell weniger tödlichen – Infektionswelle. 


Delta-Variante des Coronavirus könnte für Länder mit niedrigen Impfraten Extremrisiko darstellen

Quelle: JPM


"Die Positionierung hat sich über Kernanleihen und Kurven hinweg bereinigt, wobei die abweichende Positionierung mit der Thematik von Eindämmung vs. Impfung in Einklang zu stehen scheint", heißt es demzufolge in der JPM-Analyse. Und: "Die Anlegerpositionierung ist in den USA, Großbritannien, Deutschland und Kanada nach wie vor untergewichtet und in Japan und Australien (wo die Impfraten niedrig sind) übergewichtet. In den USA hat die zuletzt restriktive Kurskorrektur der Federal Reserve das vordere Ende der Renditekurve anfälliger für die Datenlage gemacht. Unsere Tendenz liegt weiterhin auf höheren Renditen, wobei sich 10-jährige US-Papiere bis Jahresende der Marke von 2 % nähern dürften. Wir sind uns jedoch bewusst, dass ein Anstieg der Renditen für Länder mit niedrigen Impfraten, die wieder in den Lockdown übergehen, schwierig sein könnte."

Auswirkungen auf Strategie
Die Impfungen haben  laut JPM "den kausalen Zusammenhang zwischen Fallzahlen und Sterblichkeitsraten außer Kraft gesetzt, aber Anleger müssen die mit der Verbreitung der Delta-Variante verbundenen Extremrisiken berücksichtigen. Das gilt vor allem für Länder mit weiterhin niedrigen Impfraten. Erneute Lockdowns in Regionen, die sich auf die Eindämmung konzentrieren, könnten restriktive Signale der Zentralbanken hinauszögern und die Renditen von Staatsanleihen begrenzen. In den Portfolios sind wir weniger in Duration und stärker in Währungen engagiert, wo sich das geldpolitische Umfeld in Richtung Normalisierung bewegt." (hw)

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