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Bob Baur: "Risiko-Rendite-Verhältnis am Aktienmarkt immer ungünstiger"

Für den Chefvolkswirt von Global Principal Investors drängen sich hohe Aktienengagments derzeit nicht auf. Denn das Ertrags-Risiko-Verhältnis werde immer unvorteilhafter aus Investorensicht.

Bob Baur, Principal Global Investors
Bob Baur, Principal Global Investors
© Principal Global Investors

Auch wenn die Aktienmärkte derzeit die Kursverluste der vergangenen Tage wieder aufholen: Neu-Investments sollten Anleger kritisch auf den Prüfstand stellen. Für die Märkte sei der Corona-Virus ein willkommener Treiber einer Konsolidierung gewesen, stellt Bob Baur fest. Der Chefvolkswirt von Principal Global Investors rechnet zwar mit einer Erholungsrallye, sobald die Infektionen mit dem Corona-Virus ihren Höhepunkt hinter sich haben. Zugleich warnt er aber vor großer Euphorie. Das Verhältnis von Risiko und Ertrag werde am Aktienmarkt immer ungünstiger.

Bob Baur: „Die Aktienmärte waren angesichts der aufkeimenden Euphorie Ende 2019 und der extremen Bewertungen reif für eine Korrektur. Hätte es den Corona-Virus nicht gegeben, dann hätte etwas anderes die Märkte aus der Bahn geworfen."

Inzwischen lautet Baur zufolge der Konsens unter Analysten bereits wieder, dass Anleger die gesunkenen Kurse zum Kauf nutzen sollten. Das dürfte nach Einschätzung Baurs verfrüht sein, da sich die Zahl der neuen Fälle des Virus in China erst in den letzten Tagen stabilisiert hat und noch nicht den Höhepunkt erreicht hat. Sobald dies aber geschieht und das weltweite Wachstum sich im Laufe des Jahres verbessern wird, könnte der Aktienmarkt wohl wieder leicht nach oben laufen.

"Für mehr als eine bescheidene Aufwärtsbewegung wird es aber nicht reichen. Das Verhältnis von Risiko und Ertrag wird immer ungünstiger. Und der Versuch, die letzten paar Prozent aus einer langen Rallye herauszuholen, ist stets riskant", warnt Baur abschließend. (aa)

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