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BNY Mellon-Stratege kritisiert Geldflut der Zentralbanken

Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter derzeit so heftig wie die Geldpolitik. Die Phase, in der es an den Märkten stets nach oben ging, dürfte vorbei sein, sagt BNY Mellon-IM-Anlagestratege Nick Clay.

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© Carsten Reisinger / stock.adobe.com

Nicht nur Europa ächzt unter einer Hitzewelle. Auch an den Märkten geht es derzeit heiß her – vor allem, wenn es um die Geldpolitik geht. "Zinssenkungen werden sowohl für die Eurozone als auch die USA erwartet, und die Märkte sind schon dabei, zusätzliche Lockerungsmaßnahmen einzupreisen", sagt Nick Clay, Anlagestratege bei BNY Mellon. Das schwächere Wirtschaftswachstum dürfte den Druck auf die Zentralbanken weiter erhöhen.

Investoren sollten jedoch vorsichtig sein. Die Aussicht auf eine noch expansivere Geldpolitik muss diesmal nicht automatisch mit steigenden Kursen einhergehen. Denn die nächste QE-Welle dürfte anders aussehen als in den letzten zehn Jahren. "Es ist nicht mehr akzeptabel, nur die Finanzmärkte zum Nutzen weniger Menschen zu unterstützen", sagt Clay. Geldpolitische Anreize müssten jetzt endlich breiteren Bevölkerungsschichten als Wohlstandsgewinne zugutekommen, "sonst erhalten populistische Parteien noch weiteren Auftrieb", fürchtet der Anlageprofi.

Volatilere Zeiten für Anleger
Konsequenz: Der übliche Pawlow'sche Reflex der Zentralbanken, immer weiter die Märkte zu füttern, ist laut Clay nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen dürften künftig haushaltspolitische Maßnahmen an Bedeutung gewinnen, wie Steuersenkungen oder Infrastrukturprojekte.

Bei vielen Unternehmen kocht die Stimmung schon jetzt. Margen und Geschäftsmodelle geraten zunehmend unter Druck – damit steigt auch die Gefahr für fallende Aktienkurse. "Wir gehen volatileren Zeiten entgegen", ist Clay fest überzeugt. (fp)

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