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BNY Mellon IM: Warum die Lehren der Vergangenheit nur bedingt helfen

Die Fondstochter des Finanzgiganten Bank of New York Mellon erkläutert, warum die jüngere Vergangenheit nicht der Schlüssel zum Inflationsschutz ist und wie sich Investoren relativ gut vor Inflation schützen können.

Thilo Wolf, BNY Mellon IM
Thilo Wolf, BNY Mellon IM
© BNY Mellon IM

Viele Anleger ziehen die Vergangenheit heran, um Lösungsstrategien für die gegenwärtig hohe Inflation für die Zukunft zu entwickeln. Doch das ist nicht sinnvoll, meint Thilo Wolf, Deutschlandchef von BNY Mellon Investment Management. Die nächsten zehn Jahre werden Wolf zufolge nicht wie die vergangenen zehn verlaufen: „Die Vergangenheit wird für Prognosen oft herangezogen. Die schwierigen makroökonomischen Bedingungen erhöhen jedoch den Inflationsdruck, so dass es sinnlos ist, die Gegenwart mit der Vergangenheit zu vergleichen, um die Zukunft vorherzusagen."

Gravierende Unterschiede
Der Hauptunterschied zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart liegt nach Einschätzung von BNY Mellon IM in der Betrachtung der Schulden. Nach der globalen Finanzkrise waren die Banken zu stark fremdfinanziert und mussten daher ihr Eigenkapital wieder aufstocken, was zu einem Jahrzehnt mit geringem Wachstum führte. Heute haben die Banken eine solide Kapitaldecke. Das ist eine vollkommen andere Situation als in den letzten zehn Jahren.

Auch die Finanzpolitik in den USA hat sich geändert. Vor zehn Jahren stand in den USA alles im Zeichen der Sparsamkeit. Das sei jetzt nicht mehr der Fall. Die US-Regierung gibt viel mehr Geld aus. Das habe mit Ex-Präsident Donald Trump begonnen und wird mit Präsident Joe Biden und den Demokraten fortgesetzt.

Steuersenkungen zur Gewinnung von Wählerstimmen
Hinzu kommt, dass in den USA über die Senkung der Steuern auf Benzin diskutiert wird. Auch wenn die Verbraucher durch eine solche Maßnahme entlastet würden, trägt sie nicht dazu bei, die Nachfrage zu verringern – ganz im Gegenteil. Solche Subventionen stützen die Nachfrage, was den Inflationsdruck wiederum verstärkt.

Sicherheit hat ihren Preis
BNY Mellon IM nennt als weiterer Inflationstreiber die Deglobalisierung: Unternehmen haben jahrzehntelang versucht, Kosten durch die Auslagerung der Produktion zu senken. Inzwischen gehen Unternehmen dazu über, wieder Waren im Inland zu produzieren. Gründe sind unter anderem die Sicherheit der Technologien wie die Halbleiterherstellung in Taiwan oder China und damit verbundene Cyber-Bedrohungen. "Wir glauben deshalb an eine "Renaissance des verarbeitenden Gewerbes" in den USA. Das wäre aber wahrscheinlich mit höheren Kosten verbunden und würde damit zu einer höheren Inflation führen", erklärt Wolf.

Ein weiterer Faktor sind steigende Löhne. Heute sind die Arbeitnehmer vielfach im Vorteil und können höhere Gehälter verlangen, da die Unternehmen um Talente konkurrieren und diese halten wollen. Das steht ganz im Gegensatz zur letzten Finanzkrise, als viele Menschen ihren Arbeitsplatz verloren und Schwierigkeiten hatten, eine neue Beschäftigung zu finden.

Auch wird die Nachfrage nach Rohstoffen laut Einschätzung von BNY Mellon IM weiterhin hoch bleiben, insbesondere nach Diesel und Kerosin, da die Menschen wieder mehr reisen. "Die Dynamik zwischen Angebot und Nachfrage im Energiesektor bleibt bestehen und wird zu höheren Preisen führen", hält Wolf fest.

Die Lösung: Dividendenaktien
Anleger können der Inflation schwer aus dem Weg gehen. Es gibt aber Aktien, die bei steigenden Zinsen gut abschneiden. Die Bewertungen gehen weiter auseinander. In den letzten 100 Jahren haben die günstigsten 20 Prozent der Value-Aktien die teuersten 20 Prozent des Marktes um 426 Basispunkte übertroffen. Value funktioniert also auf lange Sicht, insbesondere in einem inflationären Umfeld. "Dividendenstarke Aktien schneiden besonders gut in Zeiten höherer Inflation ab. Anleger sollten Dividendenaktien besitzen, wenn sich die Wirtschaft verlangsamt", empfiehlt Wolf abschließend. (aa)

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