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BNY Mellon IM baut um

Die US-Dachgesellschaft BNY Mellon Investment Management sortiert bei den angeschlossenen Asset Managern um. Der Ableger Mellon wird zum rein passiven Anbieter umfunktioniert. Im Zuge dessen ziehen zahlreiche Portfoliomanager, Analysten und ein Milliardenvermögen um.

Hanneke Smits, Vorstandschefin von BNY Mellon Investment Management
Hanneke Smits, Vorstandschefin von BNY Mellon Investment Management
© BNY Mellon Investment Management

Die als Boutiquendach agierende Fondsgesellschaft BNY Mellon Investment Management verteilt bei vier der angeschlossenen Asset Manager die Ressourcen im aktiven Portfoliomanagement neu. So geht das Anleihenmanagement von Mellon auf Insight Investment über, teilt der Anbieter mit. Die Aktien- und Multi-Asset-Expertise wandert von Mellon zu Newton und das Geldmarktmanagement zu Dreyfus. Mellon wird im Zuge dessen zum reinen Anbieter von Indexstrategien mit Fokus auf institutionelle Investoren.

Im Zuge dessen ziehen auch Milliarden an verwalteten Vermögen um. Betreute Mellon per Ende Dezember 2020 noch ein Volumen von  fast 614 Milliarden Dollar, werden es nach dem Umbau "nur" noch 390 Milliarden Dollar sein. Die Zahl der Investmentprofis sinkt von 200 auf 25, die Gesamtzahl der Mitarbeiter von mehr als 425 auf 25. Die Büros in Großbritannien, Singapur und Hongkong gehen an die anderen Häuser über und Mellon ist nur noch in den USA vertreten. Die BNY-Mellon-IM-Gruppe verwaltet insgesamt 2,2 Billionen Dollar.

Rascher Wandel
"Das Investmentumfeld ist einem schnellen Wandel unterworfen. In diesem Kontext sind gut ausgestattete Spezialisten mit globalen Research-Kapazitäten erforderlich, um die ergebnisorientierten Lösungen zu liefern, die die Kunden erwarten", erläutert Hanneke Smits, Vorstandschefin von BNY Mellon Investment Management, den Umbau. "Die Neuausrichtung der Investmentressourcen von Mellon mit Insight, Newton und Dreyfus ist Teil unseres Engagements, unseren Kunden eine Reihe von Anlagestrategien zu bieten, die zu ihren aktuellen und zukünftigen Zielen passen."

Die Entscheidung sei gemeinsam mit den beteiligten Gesellschaften getroffen worden, betont das Haus in der Mitteilung. Der Umzug der Portfoliomanager, Analysten und des verwalteten Vermögens soll im dritten Quartal 2021 abgeschlossen sein. Während der Übergangszeit werde es keine Änderungen an den Investmentprozessen oder -philosophien der beteiligten Gesellschaften geben, heißt es weiter. Die anderen angeschlossenen Boutiquen – Alcentra, Walter Scott, ARX sowie Siguler Guff – seien nicht von dem Umbau betroffen. (ert)

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