Logo von Institutional Money
Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

BNP Paribas will nach Deal mit der Deutschen Bank "Primus" werden

Die französische Großbank will nach dem Abschluss eines Geschäfts mit der Deutschen Bank "Aktienprimus" werden.

9.jpg
© Jason Alden / Bloomberg

Nach der Integration der Prime-Brokerage-Aktivitäten der Deutschen Bank will BNP Paribas Europas Platzhirsch im Aktienhandel werden. Das Pariser Kreditinstitut hat am Mittwoch mitgeteilt, die Übernahme von Technologie, Vermögenswerten sowie rund 900 Mitarbeitern der Deutschen Bank abgeschlossen zu haben. Darüber berichtet Bloomberg.

Große Ambitionen
Das Aktiengeschäft bei BNP stand lange im Schatten der größeren Konzernsparte für festverzinsliche Wertpapiere. Dies soll sich nun ändern, wie der Chef des Marktbereichs der Bank sagt. “Ich wüsste nicht, warum wir in den nächsten Jahren in Europa nicht der erste Akteur im Aktiengeschäft sein sollten”, erklärt Olivier Osty im Interview mit Bloomberg. “Wir haben alle Karten in der Hand.”

Während zahlreiche europäische Geldhäuser die riskante Welt des Aktienhandels ganz der Wall Street überlassen, hat BNP in den letzten Jahren das Geschäft systematisch ausgebaut. Zusätzlich zu dem Deal mit der Deutschen Bank hat sie auch ihren Partner Exane komplett übernommen.

“Wenn wir in Europa die Nummer eins sind, werden amerikanische Kunden viel mehr mit uns zusammenarbeiten, und wir können möglicherweise den fünften oder sechsten Platz in den USA anvisieren”, sagt Osty. “Die Nummer eins der europäischen Banken in den USA zu sein, ist ein Ziel, das erreichbar, aber auch schwer ist.”

Kunden der Credit Suisse im Visier
Auch die Hedgefonds-Kunden der Credit Suisse Group will die BNP übernehmen. “Ich glaube, dass wir für einen internationalen Kunden, der im Prime-Bereich nicht nur auf US-Akteure setzen möchte, eine gute Alternative zur Credit Suisse sind.” Bereits im Dezember seien einige Prime-Kunden zu BNP gekommen. “Und wir werden zwischen Januar und März noch weitere Kunden bekommen”, so Osty. 

Im Prime Brokerage werde es eine Konzentration der Akteure geben, da die Eintrittsbarriere hoch seien. Der Fall Archegos habe gezeigt, so Osty, dass die Risikoüberwachung wichtig ist und sehr anspruchsvolle Plattformen erfordert.

Im Vergleich zur Konkurrenz dürfte BNP in einem kapitalintensiven Geschäft wie dem Prime Brokerage besser positioniert sein, Gewinne zu erzielen. Die riesige Retail-Sparte schafft ebenso einen stetigen Einnahmenstrom wie die Finanzdienstleistungen. Zudem könnten die 16,3 Milliarden Dollar (14,4 Milliarden Euro), die BNP in diesem Jahr aus dem Verkauf seines US-Retailgeschäfts an die Bank of Montreal einnehmen dürfte, dem Konzern das nötige Kapital verschaffen, um an einer weiteren Konsolidierung der Branche teilzunehmen. (aa)

twitterlinkedInXING

News

Institutional Money Kontakt
Logo von Institutional Money
Institutional Money
c/o FONDS professionell Multimedia GmbH, Landstrasser Hauptstraße 67, EG/Hof, 1030 Wien

Telefon: +43 1 815 54 84-0
Fax: +43 1 815 54 84-18
E-Mail: office@institutional-money.com

Redaktion Köln:
Hohenzollernring 52
50672 Köln
Telefon: +49 221 33 77 81-0
Telefax: +49 221 33 77 81-19
 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren