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BNP Paribas Investment Partners hält wenig vom Schwarz-Weiß-Denken der Investoren

Vijder_WilliamIn den letzten Wochen hat sich die Einschätzung der Weltwirtschaft grundlegend geändert. Bislang lebten wir in einer Welt mit extrem expansiver Geldpolitik und steigenden Rohstoffpreisen, in der aber die Inflation noch nicht das beherrschende Thema war. Die hohen Staatsdefizite galten zwar als Problem, aber es war Konsens, dass eine Sparpolitik nicht unmittelbar bevorsteht und sich die Aktienmärkte weiter gut entwickeln. Laut Einschätzung von William De Vijlder (Bild), Chief Investment Officer bei BNP Paribas Investment Partners, könnte sich dies nun ändern: Allmählich machen die Auswirkungen der hohen Ölpreise auf das allgemeine Preisniveau Sorgen. Man fürchtet das Ende der expansiven Geld- und Fiskalpolitik, denn es ist unklar, wie gut die Weltwirtschaft dies verkraftet. Noch ist nicht sicher, wie das neue Paradigma am Ende aussehen wird. Die Anleger sind beunruhigt.

Investoren sehen nur Schwarz-Weiß

Es gibt aber auch eine Reihe positiver Faktoren. Die Weltwirtschaft wächst stark, auch wenn die Dynamik etwas nachlässt, und die Unternehmensbilanzen sind in guter Verfassung. In den meisten Ländern bleibt die Geldpolitik expansiv, und die Aktienmärkte sind meist fair bewertet.

Für viele Anleger gibt es aber nur Schwarz und Weiß, und sie finden immer Gründe, um sich Sorgen zu machen: Wenn China stark wächst, haben sie Angst vor Inflation. Wenn das Wachstum nachlässt, beunruhigt sie plötzlich das Risiko einer zu starken Abkühlung. Dies alles spricht für eine tiefe Verunsicherung und hohe Risikoaversion. Dennoch schätzen die Experten von BNP Paribas Investment Partners Emerging-Market-Aktien weiter positiv ein. Sie sind günstig bewertet, das langfristige Wachstum der Emerging Markets ist hoch und ihre Finanzen haben sich deutlich verbessert.

Strukturelle Probleme gibt es hingegen im Westen. Man denke an die Staatsschuldenkrise im Euroraum, für die es noch immer keine langfristige Lösung gibt. Viel ist über Ausstiegsstrategien geschrieben worden. Aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit könnte es sein, dass steigende Anleiherenditen Aktien oder Unternehmensanleihen nicht dauerhaft schaden. Außerdem empfiehlt BNP Paribas Investment Partners weiterhin Hochzinsanleihen und Lokalwährungsanleihen aus Emerging-Market-Ländern. Aufgrund der niedrigen Zinsen sind Staatsanleihen nicht wirklich attraktiv, auch wenn die Franzosen für dieses Jahr nur noch einen weiteren Zinsschritt der EZB erwarten und davon ausgehen, dass die Fed frühestens im 1. Quartal 2012 mit Zinserhöhungen beginnt. Angesichts der zu erwartenden Zinspause der EZB und des klar unterbewerteten Dollars rechnet BNP Paribas Investment Partners mit einer Aufwertung des Greenback gegenüber dem Euro. 

Alles in allem gibt es keinen Zweifel daran, dass die Investoren in den letzten Wochen nervöser geworden sind. Eine Wachstumsabschwächung wie zurzeit ist aber völlig normal, wenn der Konjunkturzyklus in seine Reifephase eintritt. Wenn die Ölpreise nicht weiter steigen, gibt es aus keinen Grund für einen ausgeprägten Wachstumseinbruch. Deshalb - und wegen der oben genannten Faktoren Bewertungen, Zinsen und Bilanzen - rechne BNP Paribas Investment Partners bis zum Jahresende mit einem Anstieg der Aktienkurse. (aa)



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