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Bluebay über die Aussichten von Risikoanlagen

Der Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management erklärt, warum institutionelle Investoren für 2021 Hoffnung schöpfen können.

Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management
Mark Dowding, BlueBay Asset Management
© Hemmerich / Institutional Money

Der Beginn der Impfungen in Großbritannien lässt Anleger im Verbund mit dem breiten Beistand durch die Geld- und Fiskalpolitik neue Hoffnung schöpfen, rekapituliert Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management, die Entwicklung der vergangenen Tage an den Finanzmärkten. Seiner Ansicht nach bleiben Risikoanlagen auf dem Weg ins Jahr 2021 unterstützt. Dafür sprechen einige Argumente:

So kündigte die EZB auf ihrer geldpolitischen Sitzung eine Verlängerung ihres PEPP-Anleihekaufprogramms um neun Monate und eine Ausweitung um 500 Milliarden Euro an. Damit wird die Bilanzausweitung mindestens bis 2022 andauern. "Weil die Ankündigung weitgehend den Markterwartungen entsprach, blieben die Reaktionen der Marktteilnehmer relativ verhalten", kommentiert Dowding.

Blick über den großen Teich
In den USA wird erwartet, dass Fed-Chef Jerome Powell die Geldpolitik ebenfalls locker hält. Dem Anschein nach dürften hier die Aussichten auf fiskalische Maßnahmen, die Wirtschaft und Finanzmärkte weiter in Bewegung bringen sollen, auf dem Weg ins Jahr 2021 weitaus bedeutender als in der Eurozone ausfallen. Spielraum ist vorhanden: Die Breakeven-Raten für inflationsgebundene Anleihen sind seit der US-Wahl gestiegen, bleiben aber vorerst unter zwei Prozent.

Viel hängt nun laut Dowding davon ab, wie es mit der Entwicklung der Pandemie weitergeht. Die Freude über den Beginn der ersten Covid-19-Impfungen in Großbritannien sei groß, auch wenn sie durch die Nachricht, dass einige Empfänger einen leichten anaphylaktischen Schock erlitten haben, etwas gedämpft wird, erklärt Dowding: "Das ist eine Erinnerung daran, dass die Welt von wirksamen Impfstoffen abhängig ist. Daher kann jede schlechte Nachricht ein Auslöser für Besorgnis sein."

Bad News are good News
Aus Sicht der Finanzmärkte scheinen schlechte Nachrichten und enttäuschende Daten jedoch nur die Argumente für weitere politische Stimulierungsmaßnahmen zu untermauern. "Da die Zentralbanken ihre Ankäufe von Anlagen in naher Zukunft ausweiten werden, und zugleich die finanzielle Repression anhält, ist absehbar, dass auch zukünftig viel Geld in risikoreiche Vermögenswerte fließen wird", erinnert Dowding, um anzufügen: "Wir sind daher weiterhin der Meinung, dass die breite Rückendeckung durch Geld- und Fiskalpolitik, im Verbund mit der Hoffnung der Marktteilnehmer auf eine globale Konjunkturbelebung, Risikoanlagen auf dem Weg ins Jahr 2021 stützen kann.“ (aa)

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