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BlueBay AM: Die nächsten US-Zahlen werden entscheidend!

Nach Ansicht des CIOs von BlueBay Asset Management könnten moderate US-Inflationsdaten die Märkte stützen. Aber auch die anstehenden Zahlen zum US-Arbeitsmarkt und zur Lohnentwicklung werden spannend. Des Weiteren materialisiert sich ein bekanntes Risiko in der Eurozone.

Mark Dowding
Mark Dowding, BlueBay Asset Management
© BlueBay Asset Management

„Unmittelbar nach der Sitzung der US-Notenbank in dieser Woche erholten sich die Märkte weltweit. Die Erleichterung darüber, dass die Zinsen lediglich um 50 Basispunkte angehoben wurden, war aber nur von kurzer Dauer. Die Stimmung ist nach wie vor angespannt. Angesichts des unsicheren makroökonomischen Umfelds neigen die Anleger generell dazu, Risiken zu reduzieren, fasst Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management, die Entwicklung der vergangenen Tage zusammen.

Dowding zufolge deuten globale Konjunkturdaten auf eine Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit hin: Die Realeinkommen geraten durch die höheren Preise unter Druck, die finanziellen Bedingungen beginnen sich zu verschärfen und China hat mit der Umsetzung seiner Null-Covid-Strategie zu kämpfen. "Die Renditen von Staatsanleihen reagieren jedoch aktuell viel stärker auf die Inflation als auf das Wachstum. Die Notenbanker werden zu Maßnahmen gezwungen sein, um die Preisstabilität als übergeordnetes Ziel in absehbarer Zukunft zu erhalten", hält Dowding an.

Hoffen auf Basiseffekte und bessere Zahlen
Vor diesem Hintergrund dürften sich die Staatsanleiherenditen nur schwer erholen oder stabilisieren, solange die Daten nicht die Annahme stützen, dass das Schlimmste des Inflationsschocks hinter uns liegt. Daher ist Dowding zufolge der kommende Woche veröffentlichte US-Verbraucherpreisindex von großer Bedeutung.

Davor wird das Augenmerk auf den neuesten, vorgelegten Lohndaten liegen. Sollte die Inflation weiterhin überschießen, dürfte dies auf die durch einen sehr angespannten Arbeitsmarkt bedingte Lohninflation zurückzuführen sein. Die US-Kerninflation lag im März bei 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Ein ähnlicher Wert im April sollte Dowding zufolge die Märkte stützen.

"Es scheint jedoch noch zu früh zu sein, um eine Abschwächung der Rhetorik von Fed-Chef Jerome Powell und seinen Kolleginnen und Kollegen zu erwarten – es sei denn, es käme zu einer deutlichen und plötzlichen Verschärfung der Finanzbedingungen", betont Dowding.

Eurozone: Spreads italienischer Staatsanleihen steigen erneut
In der Eurozone wird der schwierige Balanceakt der Europäischen Zentralbank durch steigende Spreads bei Staatsanleihen verschärft: zehnjährige italienische Staatspapiere werden jetzt mit einem Aufschlag von 200 Basispunkten gegenüber Bundesanleihen gehandelt – damit ist er doppelt so hoch wie noch vor sechs Monaten. "Wir sehen also eine Verschärfung der finanziellen Bedingungen für einige der Länder, in denen die Produktionslücken am größten sind. Dadurch droht eine erneute Divergenz in der Wirtschaftsleistung", schreibt Dowding. (aa)


Mark Dowding referiert am Institutional Money Kongress
Bluebay Asset Management ist einer der zahlreichen, namhaften Sponsoren des kommenden Institutional Money Kongresses, der von 1. bis 2. Juni 2022 im RheinMain Congress Center in Wiesbaden stattfindet. Eine Anmeldung zum Institutional Money Kongress ist HIER möglich.

Bluebay AMs CIO Mark Dowding hält einen Workshop mit dem Titel "It's All About Politics and Policy" in dem er sein Bild auf die Märkte zeichnet und erklärt, worauf institutionelle Investoren besonderes Augenmerk legen sollten. Mehr Informationen dazu sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie nachfolgend.

 

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