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BlackRock: Für 95% der Versicherer sind Klimarisiken Anlagerisiken

Versicherer sorgen sich immer stärker um die Auswirkungen des Klimarisikos. Für 95 Prozent der Versicherer weltweit sind Klimarisiken Anlagerisiken und werden die Portfoliokonstruktion in den kommenden zwei Jahren deutlich beeinflussen.

Blackrock
© MichaelVi / stock.adobe.com

Dass Klimarisiken Anlagerisiken sind und die Portfoliokonstruktion in den kommenden Jahren deutlich beeinflussen werden, geht aus der aktuellen Ausgabe des jährlich publizierten "Global Insurance Report" von BlackRock hervor, für den Führungskräfte von Versicherungsunternehmen befragt wurden. Man befragte 362 Manager von Versicherern in 26 Ländern mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 27 Billionen US-Dollar zu ihren Anlageabsichten und Geschäftsprioritäten im kommenden Jahr. Die Befragung zeigt, dass bei Versicherern vor dem Hintergrund wachsender Klimarisiken drei Themen ganz oben auf der Agenda stehen: nachhaltige Investments, Diversifizierung in höher rentierende Anlagen und digitale Transformation.

Nachhaltige Investments als risikomindernd von der Assekuranz angesehen
Charles Hatami, Global Head der Financial Institutions Group and Financial Markets Advisory bei BlackRock, sagt: „Nahezu alle Versicherer betrachten das Klimarisiko als Anlagerisiko. Deshalb positionieren sie ihre Anlageportfolios so, dass sie diese Risiken mindern und gleichzeitig die Chancen, die sich aus der Umstellung auf eine Netto-Null-Wirtschaft ergeben, nutzen können. Die wachsende Bedeutung, die Versicherer dem Thema Nachhaltigkeit schenken, sollte die gesamte Investmentbranche wachrütteln.“

Höhere Diversifikation: risikobereinigte Rendite im Fokus der Versicherer
Nachhaltiges Investieren wird für globale Versicherungskonzerne zusehends wichtiger, ein Zeichen für die Neuverteilung von Anlagegeldern tektonischen Ausmaßes. Die Hälfte der Befragten begründete die Neuausrichtung bestehender Assets auf nachhaltige Anlagen mit deren Fähigkeit, eine höhere risikobereinigte Performance zu erzielen.

Geopolitische Risiken bereiten den Befragten weiterhin die größte Sorge
Inzwischen sehen mehr als ein Drittel der Befragten Umweltrisiken als ernstzunehmende Gefahr für den Erfolg ihrer Anlagestrategie. Ferner zeigt die Studie, dass Versicherer Nachhaltigkeit immer stärker in ihren Anlageprozessen und -strategien verankern.

Risiko-Exposure wird in den nächsten zwei Jahren erhöht
Außerdem rechnen 60 Prozent der Versicherer damit, in den kommenden zwei Jahren ihr Risiko-Exposure zu erhöhen. Das ist der höchste Prozentsatz seit 2015. Sie wollen 2023 durchschnittlich rund 14 Prozent des Gesamtportfolios an Privatmärkten investieren (heute sind es nur etwa elf Prozent). Keiner der Befragten plant eine strategische Allokation in Privatmärkte unter fünf Prozent. 41 Prozent der Versicherer wollen ihre Cash-Allokationen im nächsten Jahr erhöhen. 87 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Liquiditätsmanagement in den kommenden ein bis zwei Jahren ein wesentlicher Grund für die Erhöhung der Allokation in ETFs sein könne.

Technologie-Investitionen werden im Rahmen der digitalen Transformation steigen
Knapp zwei Drittel der Befragten wollen in den nächsten zwei Jahren mehr in Technologie investieren. Dabei planen 56 Prozent, sich auf die ALM-(Asset Liability Management)- Integration zu konzentrieren, wobei 45 Prozent davon das Multi-Asset-Risikomanagement priorisieren. Die Digitalisierung spielt auch eine wichtige Rolle, wenn es um die Ambitionen in Richtung Netto-Null geht: 41 Prozent der Befragten bestätigten, sie wollten stärker in Technologien investieren, die Klimarisiken und Klimakennzahlen berücksichtigen. (kb)

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