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BlackRock: Anleihen-ETFs bewährten sich bei geringerer Marktliquidität

Renten-ETFs könnten einer der heimlichen Gewinner der derzeitigen Corona-Krise sein. Diesen Schluss kann man aus den jüngst von BlackRock veröffentlichten Zahlen zum ETF-Markt ziehen.

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© Brown / stock.adobe.com

Vor dem Hintergrund geringerer Anleihenliquidität in den letzten Wochen haben sich laut BlackRock ETFs bewährt, da Investoren diese rege gehandelt haben. Darüber berichtet BlackRock per Aussendung in eigener Sache. So belief sich das Handelsvolumen in entsprechenden ETFs der BlackRock-Marke iShares, die entsprechend der europäischen Fondsrichtlinie UCITS aufgelegt sind, im Zeitraum 21. Februar bis 20. März 2020 pro Woche auf durchschnittlich 17,5 Milliarden Dollar. Das war mehr als doppelt so viel wie der Wochenschnitt 2019 (7,8 Milliarden Dollar).

 „In diesen unsicheren Zeiten haben Anleger mehr Anleihen-ETFs gehandelt. Der Grund dafür ist unserer Ansicht nach, dass ETFs es einfach machen, Portfolios anzupassen und abzusichern sowie Risiken zu managen“, begründet BlackRock die Entwicklung. Im Zuge dessen hätten mehrere iShares Anleihen-ETFs neue Rekord-Handelsvolumina verzeichnet, bezogen auf einen einzelnen Tag. 

Corporate und High Yield Bond-ETFs rege gehandelt
Gleichzeitig hat der ETF-Anteil am gesamten Anleihen-Handel zugenommen. BlackRock nennt beispielhaft einen börsennotierten Indexfonds auf Dollar-Unternehmenspapiere mit Investmentgrade-Ratings, der in den USA registriert und gelistet ist. Dieser habe in der Woche vom 9. März einen Anteil von 14,4 Prozent am gesamten Handel mit Investmentgrade-Papieren in den USA gehabt, während es 2019 durchschnittlich nur 5,3 Prozent gewesen seien.

Noch stärker ausgeprägt sei der ETF-Anteil BlackRock zufolge im Hochzinssegment: Ein ETFs auf Dollar-Hochzinspapiere, der in den USA registriert und gelistet ist, habe in der Woche vom 9. März einen Anteil von 30,6 Prozent am Handel mit Hochzinspapieren erreicht. 2019 seien es im Schnitt 14,6 Prozent gewesen.

Laufender Handel bietet Vorteile
„ETF-Preise können sogar mehr Echtzeit-Informationen berücksichtigen als die am häufigsten gehandelten Einzelemissionen, weil sie regelmäßig gehandelt werden“, schreibt BlackRock. Dies gelte vor allem in volatilen Märkten, wenn die ETF-Handelsaktivität zunimmt. Infolgedessen seien die aktuellen Kurse von Anleihen-ETF-Anteilen in den vergangenen Wochen mitunter von den Nettoinventarwerten (NAVs) der entsprechenden Papiere abgewichen. „Die meisten Anleihen werden nicht täglich gehandelt. Daher nutzen viele Quellen Schätzpreise, die allerdings keine Ausweitungen in den Geld-Brief-Spannen berücksichtigen. Daher können die NAVs von den Echtzeit-Kursen von ETFs abweichen, gerade in volatilen Zeiten“, begründet BlackRock dieses Phänomen.

Im Zuge der erhöhten Volatilität hätten viele Market Maker ihre Geld-Brief-Spannen für Anleihen-ETFs erhöht. Der ausschlaggebende Grund dafür sei, dass angesichts verminderter Liquidität auch die Handels- und Absicherungskosten der Händler gestiegen seien.

„Trotz der erhöhten Volatilität seien iShares ETFs auch in den vergangenen Wochen ihrem Anspruch gerecht geworden, die zugrunde liegenden Indizes abzubilden. Dies gelte sowohl für die kurzfristige Betrachtung als auch langfristig über die vergangenen Jahre“, hält BlackRock abschließend fest. (aa)

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